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Arabellas  Fernseh-Aufnahmen am 20.04.2001

Der Fernsehsender PRO 7 benötigte für eine Passanten-Befragung auf dem Münchner Marienplatz einen Chihuahua. Nach einem Anruf von  PRO 7 und Rückfragen von uns, beschlossen wir mit unserem Rudel dabei zu sein.

Wir trafen uns am 20.04. mit der Redakteurin Viviane Klug, Moderator Aimann Abdallah, Kameramann und Assistenten. Nach einer kurzen Lagebesprechung wurde folgendes vereinbart:
 

 

Der Moderator stellt den Passanten die Rasse Chihuahua kurz vor und bittet diese dann, den Namen auf ein Blatt Papier zu schreiben. Für die richtige Schreibweise sollte dieser 20,00 DM erhalten.

Dann wurden einige Aufnahmen von allen vieren gemacht und der Moderator vergewisserte sich, ob er "Chihuahua" korrekt ausspricht. Als erstes wurde mit Pumi geprobt, diese hob sich allerdings auf der schwarzen Jacke der Redakteurin schlecht ab, ebenso wie Dana.

 


Dann fiel die Wahl auf Arabella, die allen besonders gut gefiel. Für die Filmaufnahmen wurde dann allerdings Arabella - um Komplikationen mit Radio Arabella zu vermeiden - in Yasmin umgetauft.
Arabella hat sich von ihrer besten Seite gezeigt und sich nach einigen freundlichen Worten und offensichtlicher Bewunderung sehr wohl auf dem Arm von Frau Klug gefühlt.

Sodann ging - unter erschwerten Bedingungen durch Schneefall -die Passanten-Befragung los.

Viel der Befragten kannten den Chihuahua, aber fast alle kamen bei dem Versuch, den Namen richtig zu schreiben, ins Schleudern. Die meisten schrieben CHI....., dann endete es meisten mit ....WAWA. Zum guten Schluß fand sich dann doch jemand, der Chihuahua richtig schreiben konnte und sich über 20,00 DM freute.

Nach ca. 1 Stunde waren genügend Aufnahmen im Kasten und wir erhielten sogar ein kleines Honorar für unsere Teilnahme.

Da dieses Geld nach unserer Ansicht hauptsächlich Arabella zusteht, wird dies selbstverständlich in Naturalien für das Rudel umgesetzt.

Wer schwer arbeitet, hat auch eine Belohnung verdient und so erhielten sie dann erst einmal ein Wienerle daheim.

Die Aufnahmen wurden am 11.05. gesendet und auf Video aufgenommen.

Eva + Rudel, 22.04.2001

Hallo Ihr Lieben,

eigentlich heißen wir "Casanova vom Niehlerhof" und "Kitty vom Silberhohl", aber wir werden von allen nur liebevoll "Filou" und "Justy" gerufen. Wir sind ein Chihuahua-Päärchen (Langhaar), acht und sieben Jahre alt und gehören zu den sog. Zwergrassen; wobei wir auch schon beim Thema sind:

Findet Ihr nicht auch, daß wir "Minis" manchmal von unseren großen "Vettern" und deren Besitzer diskreminiert werden ??? Wir erleben es doch immer wieder, daß wir von vielen Mensch und großen Hunden nicht ganz ernst genommen werden. Solche Sprüche, wie "Kampfratte", "Frikadelle auf vier Beinen" oder "Das ist doch kein richtiger Hund" sind an der Tagesordnung, wenn wir Gassi gehen. Dazu können wir nur eins sagen: Etwas mehr Respekt bitte ! Außerdem könnt Ihr Euch die mitleidigen Blicke und spöttischen Bemerkungen sparen und erst recht diese Beleidigungen.

Auch wenn wir Winzlinge sind - aber gerade wir Zwergrassen haben es faustdick hinter unseren großen Ohren. Hihi - wir sind nämlich temperamentvoll, flink und sehr mutig - wenn es sein muß, auch unheimlich grantig. Ja, wir verstehen es, uns in unserer Haut zu wehren. Ganz nach unserem Motto: "Angriff ist die beste Verteidigung" !!!. Denn auch in uns Kleinen schlummert - ebenso wie bei großen Rassen - ein wilder Wolf. Wenn auch nur ein kleiner - aber der ist OHO !!!

Wir "Zwerge" sind das Ergebnis sorgfältiger Zucht und Auslese und stammen auch von den Jagdhunden ab (ob ihr es glaubt oder nicht *ggg*). Zwergrassen gab es schon im alten Rom, dies weiß man von antiken Fresken. Aber unsere große Zeit fand im Mittelalter statt. Könige, Fürsten, Ritter sowie hohe Geistliche - sie alle haben uns "Minis" sehr geschätzt. Nein - nicht als "Hätschel-Hündchen", sondern als fleißige kleine Arbeiter ! Oh ja, wir waren im vorigen Jahrhundert als "Kammerjäger" im Einsatz, d.h., wir haben Ratten und Mäuse gejagt. Bis in den letzten Winkel konnten wir Winzlinge dieses "lichtscheue Gesindel" verfolgen. Auch der nächste "Job" wartete schon auf uns: Schoßhündchen spielen. Denn in der damaligen Zeit konnten die Häuser kaum beheizt werden. Da war unser toller Kreislauf und unsere wohlige Körpertemperatur von 38,5 Grad von großem Vorteil - wir waren nämlich bei Prinzessinnen und Kammerzofen in den Wintermonaten als lebende "Wärmflaschen" im Einsatz :-o). Ebenso waren wir Chihuahuas auch die ideale "Geheimwaffe" gegen Langfinger. die feinen Herren trugen uns Winzlinge in der Jackentasche. Na, und wo wir bellenden Zwerge gewacht haben, hatte kein Taschendieb eine Chance.

Leider gibt es heute ziemlich viele unvernünftige Menschen, die uns als lebende "Nippesfiguren" betrachten. Mit Mäntelchen oder lila Schleifchen im Haar - und am besten ganz winzig. Dabei ist ein Chihuahua, der gerade mal 500 g auf die Waage bringt, wirklich nur noch eine Karikatur von Hund !!! Aber wißt Ihr: Solche Auswüchse kann man doch nicht uns Hunden in die "Pfoten schieben". Nein, da müßt Ihr auf die Leute schimpfen, die uns so klein züchten !

Übrigens: Trotz unserer geringen Größe leben wir meist wesentlich länger als unsere großen Artgenossen. Ein Chihuahua kann leicht 20 Jahre alt werden. Na, da staunt Ihr, was ?!

Wie Ihr seht, sind wir "Zwerghunde" durchaus k e i n e Hätschl-Hündchen, sondern ebenso richtige Hunde, wie die "Großen" auch - mit viel Mut und Temperament !!!

Euer Filou und Eure Justy

Geschrieben von Kirstin, http://www.chihuahua-homepage.de

 

Wie " August der Starke" auszog und mit einem ganzen Rudel nach Hause zurück kam

Er stammte aus dem allerersten Wurf unseres Zwingers(Chihuahuas vom Muldenschlösschen). Er war ein 90g kleines Knäul und alle liebten , verwöhnten und vergötterten diesen kleinen Frechdachs. Die Zeit verging aber leider viel zu schnell und aus dem kleinen Buben wurde ein Halbstarker. Langsam und mit schweren Herzens begannen wir uns auf die Suche nach einen neuen, liebevollen Frauchen zu machen. Wir wählten sehr lange und fanden bei jedem Bewerber ein Haar in der Suppe. Wie es aber der Zufall wollte, traf ich auf die Züchterin, die mir Mut und Unterstützung bei meiner allerersten  Ausstellung gegeben hatte, genau ein Jahr später auf dieser Ausstellung wieder. Sie sah unseren Liebling und wurde sein neues Frauchen (Chihuahuas von de Millefleurs).

Ich wusste, dass er zwar in sehr gute Hände gekommen war, aber diese Hände wohnten 600 km von uns entfernt. Fast in Holland war viel zu weit weg von uns.

Wir telefonierten von diesen Tag an regelmäßig miteinander und lernten uns immer besser kennen. Gegenseitige Besuche folgten und heute drei Jahre später, haben wir schon ein richtiges Mutter- Tochter Verhältnis.

Dieses gute Verhältnis ist auch der Grund dafür, dass unser August nach Sachsen zurückkehrt. Sein Frauchen hat sich ganz in unserer Nähe ein Haus gekauft und er bringt sein ganzes Hunderudel mit zurück in seine Heimat.

Wir können es gar nicht erwarten ihn wieder in unsere Arme schließen zu können.

Liebe Chihuahuafreunde,
diesen Artikel schrieb ich vor gut einem Jahr in das Mitgliedsheft unseres Vereins. Seitdem sind wir gemeinsam für unsere Chihuahuas da, helfen uns bei Geburten, teilen Freud und Leid miteinander und erfreuen uns beim Anblick unserer Lieblinge.

Wir danken Bianka Lelanz ganz herzlich für diesen Artikel, der hoffentlich zum Nachdenken und einem freundlichen Miteinander anregt.

Missie - die Wärmeflasche

Neulich passierte unserer Laufente ein Unglueck. Sie kam aus dem Teich von selbst nicht mehr heraus.
Als wir sie gefunden haben war sie schon mehr tot als lebendig.Die Ente war schon stark unterkühlt und war auf unsere erste Hilfe angewiesen. Da kam der Föhn zu seinem Einsatz. Nach dem wärmen und föhnen betteten wir sie in eine Decke mit einer darunter liegenden Wärmflasche.

Jetzt kommts:
Missie meine Heldin des Tages legte sich einfach auf die Ente und wärmte sie. Sie kümmerte sich ganz besorgt um sie, bis die Ente wieder von selbst auf die Beine kam. Sie verweigerte sogar Purzls Zutritt und knurrte ihn heftig an.
Jetzt geht es unserer Ente bedeutend besser und sie läuft auch schon wieder mit ihren Kameraden im Garten umher. Nun hoffen wir, das die Ente daraus gelernt hat und den für sie angelegten Teich benutzt und nicht den Goldfischteich.

Natürlich wurde Missie heftig gelobt und bekam auch reichlich Leckerlies dafür

Barbara Pittl

Kleiner Chi - ganz groß  !

Als wir voriges Jahr aus dem Spanienurlaub zurück kamen, übernachteten wir mit unserem Wohnmobil an der spanisch/französischen Grenze auf dem Rastplatz "Village Catalan".Gegen morgen versuchte ein Einbrecher die Beifahrertüraufzubrechen. Unser Dingo schlief hinterm Fahrersitz.
Von den Geräuschen wach geworden,sprang er wie von einer "Tarantel" gebissen nach vorne und fing wie ein Wilder an zu kläffen. Wir sahen den Einbrecher nur noch schnellen Schrittes weglaufen. Wir, unser Hab und Gut war Dank Dingo gerettet.
Als Belohnung bekam er eine große Wurst.
 

Angelika und Frank Flehmig
 

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Wir haben uns immer gedacht: Wenn wir das irgend jemandem erzählen, glaubt es uns sowieso keiner. Oder glauben Sie, daß ein Chihuahua, der selbst nur zwei Kilogramm wiegt, in der Lage ist, einen genauso schweren Stein auf die Seite zu rollen und ein Loch unter einem tiefer eingesetzen Zaun durchzugraben, nur weil er seinen Sturkopf durchsetzen muß?

So geschehen vor längerer Zeit in Holzkirchen. Ich war noch ziemlich klein und wurde in den Ferien bei meiner Oma untergebracht. Meine Mutter kam überraschend ins Krankenhaus und mein berufstätiger Vater bat den Züchter, von dem wir Beni gekauft hatten, ihn für einige Tage in Pflege zu nehmen. Nun hatte sich unser Hund aber zu einem ziemlichen Einzelgänger entwickelt, dem zu Hause immer sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Er hat sich unter dem Rudel überhaupt nicht wohl gefühlt, weil er auch natürlich nicht so verwöhnt wurde wie sonst. Er wollte nur eins: Raus da! Also ergriff er die o. g. Maßnahmen und türmte. Bald war er über alle Berge. Die Züchter, einige Nachbarn und mein Vater suchten stundenlang nach dem Zwerg - er war aber spurlos verschwunden.

Einem reinen Zufall ist es zu verdanken, daß mein Vater gegen Abend den Weg nach Föching (mind. 2 km vom Tatort entfernt) einschlug. Dort sah er einen total verstörten und kleinlauten Beni am Straßenrand. Er mußte mindestens eine Viertelstunde auf ihn einreden, bis das Hundchen ihn als sein Herrchen erkannte.

Über unseren wiedergefunden Gefährten waren wir natürlich alle sehr glücklich und da Beni keinen Schaden davongetragen hatte, kann man von einem Happy End sprechen. Wir haben aus dieser Geschichte gelernt, daß Chihuahuas Launen auf jeden Fall ernst genommen werden sollten.

 Petra Breitsameter