Warum Impfungen wichtig sind!

n den 70 Jahren griff die neue Hundeseuche Parvovirose (1978 nachgewiesen) weltweit um sich und hat Millionen Hunden das Leben gekostet. Damals gab es keine Impfung. Als dann die Impfung eingeführt wurde, hatte man schnell die Seuche im Griff, die Impfwilligkeit der Hundehalter war sehr groß, da in alle Medien in dicken Schlagzeilen über diese gefährliche Seuche berichteten, so dass fast alle Hunde durchgeimpft waren.

In den Jahren 1994 und 1995 kam es zu einer Epidemie von Staupe in Finnland, nachdem man nachgeforscht hat, wie es zu diesem Ausbruch kam, der 5.000 Hunde zum Opfer fielen, wurde ein mangelhaftes Impfserum vermutet, dann stellte man fest, dass sich sehr große Impfmüdigkeit breit gemacht hatte, selbst bei den Welpen waren nur ca. 50 % geimpft. Dadurch jedenfalls, dass die Hundepopulation in Finnland praktisch nur zu ca. 50 % wirksam geimpft war, hatte der Virus die Chance sich wie im Pingpong massenhaft auszubreiten. Nachdem wieder regelmäßig durchgeimpft wurde, waren keine weiteren Epidemien mehr zu registrieren.
Man hat festgestellt, dass der Ausbruch von Seuchenzügen,  die massenhafte Ausbreitung von Virenkrankheiten in der Population, erst unter einem Durchimpfungsgrad von 70 % auftritt, in Finnland lag er bei 50 %, dadurch konnte sich die Staupe schlagartig ausbreiten und hat 5.000 Hunde das Leben gekostet, in den 70er Jahren bei Parvovirose war sie 0 %, da es noch keine Impfung gab.

Bei uns in Deutschland kratzen wir leider um die 70 %, d.h. wir stehen stets kurz vor dem Ausbruch solcher Seuchenepidemien, weil sich auch bei uns Impfmüdigkeit stark macht. Alle Hunde, die dann aufgrund bestimmter Krankheiten nicht geimpft werden dürfen oder noch nicht geimpft werden konnten, weil zu jung, fallen dann dieser Impfmüdigkeit zum Opfer.

Nochmals: 5.000 Hunde sind in diesen Jahren in Finnland an Staupe gestorben, viele andere mehr haben schwere bleibende gesundheitliche Schäden davongetragen. Wären die Hunde geimpft gewesen, hätte der überwiegende Teil keine Staupe bekommen, einige ganz wenige hätten vielleicht einen Impfschaden mehr oder weniger subtil davon getragen, das ist tragisch für das Einzelschicksal, jedoch wäre es fatal, deshalb die ganze Population einem so hohen Risiko auszusetzen, dass sich Seuchen breit machen können. Das Schaden-/Nutzenrisko dürfte mit diesem Beispiel doch sehr deutlich zu Tage treten.

Als in den 70er Jahren die Parvovirose um sich griff und Millionen Hunden das Leben kostete, hatten Virologen bereits die Befürchtung, dass dieser Virus die gesamte Hundepopulation weltweit auslöschen könnte, stellt Euch das mal vor, zum Glück ist es dann gelungen, einen wirksamen Impfstoff herzustellen und die massenhafte Ausbreitung der Seuche konnte gestoppt werden. Es kommt immer noch zu vereinzelten Fällen von Parvovirose, aber die Gefahr, dass es Epidemien gibt, ist gebannt, solange bis die Anzahl der geimpften Hunde nicht unter 70 % fällt.

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