Impfkomplikationen

Seit einiger Zeit wird oft über Impfkomplikationen geredet, erwiesen sind aber nur sehr wenige Komplikationen.

Müdigkeit/Schlappheit nach einer Impfung ist nicht gefährlich, der Hund sollte nach dem Impfen nicht belastet werden. Kleine Impfknubbel vergehen von alleine nach ca. 1-2 Wochen.

Die so genannte
Impfallergie – also der Hund schwillt am Kopf an – kommt ebenfalls selten vor, es sieht zwar dramatisch aus, ist aber wesentlich harmloser als man denkt und auch gut zu behandeln.
Da ich selber schon damit konfrontiert war, habe ich Prof. Truyen extra nochmals gefragt und die Auskunft erhalten, dass diese Impfallergie im Regelfall nur 1 x vorkommt, d. h. der Hund der diese Allergie hatte, wird sie auf das selbe Präparat der selben Firma vermutlich nicht wieder bekommen. Die Trägerstoffe sind in den Impfstoffen der verschiedenen Hersteller unterschiedlich. Die Allergie erfolgt auf einen bestimmten Trägerstoff, nicht auf das Impfserum. Wenn also durch die Impfung mit dem Mittel der Firma X eine Allergie auftrat, kann sie nicht ein zweites Mal auftreten. Zur Sicherheit kann man seinen Hund mit dem beim Züchter verwendeten Impfstoff impfen lassen
Tipp: Diese Impfallergie tritt lt. Auskunft meiner TA innerhalb von 1-2 Stunden auf. Den Hund also nach einer Impfung immer unter Beobachtung halten, bei Schwellungen am Kopf unverzüglich den TA aufsuchen.

Das bei Katzen vorkommende so genannte Fibrosarkom (Tumorbildung als Folge einer Entzündung an der Impfstelle) ist bei Hunden NICHT bekannt, bei Katzen kommt auf ca. 10.000 Impflinge 1 Fibrosarkom).

IMPFERKRANKUNGEN, also dass durch das Impfen die Krankheit verursacht wird, gibt es bei den heute in Anwendung kommenden Impfstoffen NICHT (Ausnahme Borreliose, bei nicht sachgemäßer Anwendung).

IMPFDURCHBRUCH: Wenn sich das Virus verändert hat, aber der Impfstoff nicht angepasst wurde, kann es zu einer Erkrankung kommen, weil der Impfstoff nicht mehr genügend wirksam ist.

IMPFASSOZIIERTE ERKRANKUNG: Fibrosarkom bei Katzen

Die hämolytische Anämie infolge einer Impfung ist eine absolute Ausnahme.

Autoimmunerkrankungen entstehen nicht durch das Impfen, sondern es besteht eine individuelle Prädisposition, die durch Viruserkrankungen ausgelöst werden können. Diese Tiere dürfen dann aber nicht mehr geimpft werden, weil jede nun stattfindende Impfung einen heftigen akuten Krankheitsschub auslösen kann, der für das Tier sogar tödlich enden kann (Nutzen/Schadens-Verhältnis).

IMPFVERSAGEN kann auftreten, wenn das Tier zum Impfzeitpunkt krank war, unter Cortison stand, der Impfstoff falsch gelagert war (nicht im Kühlschrank und dunkel) oder durch falsches Impfschema.

Tipp: Die Tage vor der Impfung seinen Hund gut beobachten, auf eine eingehende Untersuchung des TA achten (Fiebermessen, Lymphdrüsen abtasten, Augen, Ohren, Maul, Herz, Lunge, Bauch abhören/abtasten). Im Zweifel Impfung verschieben!
Das Tier sollte auch unbedingt eine Woche vor der Impfung mit einem geeigneten Mittel entwurmt werden.

Artikel und diverse Diskussionen darüber und weiterführende Links auch im Chihuahua-Forum unter Gesundheit.

Eva Kroll/Lorena Galanti

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