T rockenes Auge

Wie beim Menschen kann es auch beim Hund zu einem sogenannten „Trockenen Auge“ kommen.

Ich möchte hier als Fallbeispiel Arabellas Erkrankung und deren Verlauf schildern.

Im Frühjahr 2003 stellte ich bei ihr ein gerötetes Auge fest, der TA diagnostizierte wie erwartet eine Bindehautentzündung, die mit der verordneten Salbe nach einigen Tagen abgeheilt war.

Mitte Juni bekam sie wieder eine Bindehautentzündung, die ich erst einmal 2 Tage mit der noch vorhandenen Salbe behandelt habe.

Unklar war mir zu diesem Zeitpunkt schon, woher diese Bindehautentzündung kommt, da sie keinerlei Zug durch offene Autofenster (haben Klimaanlage) oder ähnlichem ausgesetzt war.

Da keine Besserung eintrat, es eher durch einen spielerischen Pfotenhieb von Kaya zu einer Verschlechterung kam, war ein weiterer TA-Besuch angesagt. Die TA diagnostizierte eine Hornhautverletzung, vermutlich durch Kayas Pfote, es wurden Augentropfen und eine Salbe verordnet.

Zwei Tage später keinerlei Besserung, ich stelle zusätzlich eine minimale Trübung des Auges fest.

Zur Sicherheit rief ich daher die Augenklinik Dr. Fritsche an

http://www.tier-augenheilkunde.de und schilderte den Fall. Dieser bestellte mich unverzüglich am gleichen Tag in die Praxis, da nach seiner Aussage die Verletzung nicht ungefährlich sei und dringend noch vor dem Wochenende angesehen und behandelt werden müsse.

Bei den dort durchgeführten Untersuchung mit Spezialgeräten erhielt ich folgende Diagnose:

Bei einem „trockenen Auge“ wird zuwenig Tränenflüssigkeit produziert, so dass die Oberfläche der Bindehaut und Hornhaut zu wenig Gleitmittel erhält. Dadurch ist es bestimmten Bakterien möglich, die Oberfläche des Auges anzugreifen. Es kommt dadurch erst zu einer Bindehautentzündung, im weiteren Verlauf „fressen“ sich die Bakterien durch die Hornhaut und bohren dort sozusagen ein Loch hinein.  Dies kann ohne entsprechende Behandlung zu einem auslaufen des Auges und im schlimmsten Fall (wenn nicht rechtzeitig operativ eingegriffen wird) zu einer Erblindung führen.

Glücklicherweise war ich mit Arabella noch rechtzeitig dort, Dr. Fritsche verschrieb zwei Augensalben und Tränenflüssigkeit. Sie bekam ca. 2 Wochen lang  stündlich abwechselnd antibakterielle Salbe in das erkrankte Auge und  künstliche Tränenflüssigkeit in beide Augen.

Vier Tage später hatten wir den ersten Kontrolltermin und glücklicherweise schlugen die Medikamente an, die Verletzung der Hornhaut war schon teilweise zugeheilt, eine Operation nicht notwendig. Nochmals 1 Woche später stellte er fest, das die Heilung abgeschlossen ist.

Wichtig bei der Behandlung ist, dass die Salbe und Tropfen wirklich genau nach Anweisung und regelmässig gegeben werden.

Nach der Heilung braucht sie nun lebenslang täglich mehrmals künstliche Tränenflüssigkeit und ein spezielles Augenöl (wird von der Praxis selber hergestellt), da es sonst wieder zu einer Erkrankung kommen kann.

Interessant in diesem Zusammenhang ist noch folgendes: Arabella wurde 1994 die Nickhautdrüse operativ entfernt, da diese immer wieder herausgedrückt wurde. Heute wird diese Methode nicht mehr angewandt, sondern die Nickhautdrüse fixiert, da gerade die Nickhautdrüse für die Produktion der Tränenflüssigkeit ( ca. 30-40%) notwendig ist.

Wer mehr über Augenerkrankungen wissen möchte, kann sich auf der HP von Dr. Jens Fritsche informieren http://www.tier-augenheilkunde.de

Eva Kroll

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