Das Rückwärtsniesen

Quelle: Partner Hund, S. 26, 19??
Dieser Artikel wurde uns freundlicherweise von Lorena Galanti zugeschickt. Bitte besuchen Sie auch ihre informative Hompeage.

Oft kommen Hundehalter sehr erschrocken in die Praxis. Ihr Hund habe "so komische Erstickungsanfälle". Allein die Beschreibung dieser typischen Anfälle läßt für den Tierarzt meist schon eine sicherr Diagnose zu: Rückwärtsniesen.

Dieses Erscheinung tritt nur von Zeit zu Zeit auf. Die Hunde heben plötzlich und ohne ersichtlichen Grund den Kopf, spreizen die Ellenbogen ab und ziehen mit einem Röcheln kurz und heftig Luft ein. Manche Hunde taumeln im Rahmen eines solchen "Anfalls", der dann mit einem Würgen oder Schlucken endet. Nach und zwischen den Anfällen sind die Hunde aber topfit. Den Besitzern jagt so ein vermeintlicher Erstickungsanfall - verständlicherweise - einen gehörigen Schreck ein, doch es besteht meist kein Grund zur Sorge. Ist der Hund außerhalb dieser Anfälle gesund und munter, und ist seine Atmung ansonsten nicht behindert, bedarf das Rückwärtsniesen keiner Behandlung. Der Hundehalter kann die Anfälle seines Hundes aber mit ein paar einfachen Handgriffen mildern und kürzen. Durch eine Massage des Kehlkopfes oder kurzzeitiges Zuhalten beider Nasenlöcher (Anmerkung von mir: ich drücke mit den Fingern auf dem Nasenrücken die Nase in solchen Fällen in Richtung Brustbein, und halte solange bis der Hund geschluckt hat) kann jeder bei dem Hund einen Schluckreflex auslösen, der den Anfall beendet. Oft hilft es auch schon, dem Tier mehrmals kräftig auf die Vorderbrust zu klopfen.

Treten die Atembeschwerden allerdings häufig und anhaltend auf, oder zeigt der Hund allgemein Probleme bei der Atmung sollte unbedingt ein Tierarzt aufgesucht werden. Er kann klären, ob es sich bei den Beschwerden um das harmlose Rückwärtsniesen oder eine andere Atemerkrankung handelt, die behandelt werden muß.

Meine Anmerkung dazu: Leider sind nicht alle Tierärzte in der Lage, dies zu unterscheiden. Manche haben noch nie davon gehört und behandeln die Tiere jahrelang auf Asthma, einer ist sogar schon an der Luftröhre operiert worden mit 4 Monaten und hat sich hernach an dem Plastikröhrl erstickt, wie er wieder einen "Anfall" hatte. Da bekomm ich eine Wut!!!!!

Lorena Galanti

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