Die Beiträge waren alle sehr interessant und jeder hat eine entsprechende Lösung gefunden. Trotzdem habe ich so die Befürchtung, dass nun manch einer, der schon lange einen Hund haben möchte, sich die Entscheidung Hund und Arbeit etwas zu leicht machen könnte.

Denn ich bin nicht so überzeugt davon, dass man mit Welpen  (je nach Charakter unter 6-9 Monaten) halbtags, geschweige denn ganztags arbeiten gehen kann, sofern der Welpe alleine zu Hause ist, also auch kein erwachsener Ersthund da ist, der "Kindermädchen" spielen kann. Denn Welpen brauchen ja noch enorm die Nestwärme und wollen auch beschäftigt werden. Für einen besonders selbstbewußten und selbständigen Welpen mag es ja gerade so gehen, aber die
meisten Welpen sind einfach nicht selbständig genug, um damit fertig zu werden. Ein Welpe in dem Alter wird bei Gefahr (meist alles was Neu ist) immer Schutz suchen.
Normal ist seine Mutter da, die ihm durch ihr Verhalten zeigt, ob eine echte Gefahr vorhanden ist, oder nicht. Bei echter Gefahr stellt sie sich vor ihn und verbellt alles, was ihm zu Nahe kommt. Ist die Situation harmlos, bleibt sie gelassen und der Welpe sieht, dass er sich
getäuscht hat und geht nun dran, die neuen Umstände zu erforschen. Wenn er alleine ist, muß er mit den Ängsten allein fertig werden, dass kann schlimmeTrauma hinterlassen, z.B. Angst vor bestimmten Geräuschen (Sirenen, Geschrei, Gewitter, etc.), die dann nur sehr schwer wieder auszutreiben sind.
Bei einem Hund, der dann schon fast erwachsen ist, ist es dann etwas anderes, da kann man halbtags schon in Erwägung ziehen. Ich gebe meine Welpen jedenfalls nie an halbtags Arbeitende, sofern der Welpe sich selbst überlassen bleibt.
Auch die Idee, dann gleich zwei Welpen anzuschaffen,dürfte die meisten überfordern, sofern sie nicht schon Erfahrung mit Hunden und "erfolgreich" Hunde erzogen haben. Denn zwei Welpen in sehr jungem Alter zu erziehen, ist schon eine Herausforderung, die man nur mit sehr viel Zeit
bewältigen kann, die man ja nicht hat, wenn man arbeiten gehen muß. Denn man müßte die Welpen in täglichen Einzellektionen (getrennt) (mehrmals am Tag nur wenige Minuten) trainieren, aber natürlich auch wieder gemeinsam mit ihnen unterwegs sein, dass wird vor allem problematisch, wenn sie in die Flegelphase kommen. Ich würde empfehlen, wer halbtags arbeitet, sollte sich einen bereits erwachsenen Hund holen (ein Chihuahua ist auch in
fortgeschrittenem Alter noch erstaunlich lernfähig und anpassungfähig an neue Bezugspersonen und unwahrscheinlich dankbar, für alles was man ihm Gutes tut, das liegt wohl daran, dass er außerordentlich menschenbezogen und schmusebedürftig ist); wenn man das im Griff hat, kann man ja später daran denken, diesem einen Welpen hinzuzugesellen.
Ganztagsarbeit schließe ich fürdie Hundehaltung aus!

Lorena + Anichibam
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