Juni/Juli
Da wir weiterhin keine gravierenden Verbesserungen in ihrem Verhalten erkenne, versuchen wir nach Rücksprache mit der TA, die Cortisongabe zu verringern. Sie wird jeden Tag nervöser, ist am 4. Tag verwirrt, so dass sie ab sofort wieder 1 mg, einige Tage später bis heute 1,25 mg Prednisolon erhält. Schlagartig geht es ihr wieder besser.

Sie wird also lebenslang ihre Cortisondosis benötigen.

07.07.
Osiris verbringt den nachmittag draussen im Körbchen, ich telefoniere gerade, als sie offensichtlich aus dem Korb klettern will, plötzlich fällt sie um, die Beine zappeln, sie hechelt, hat kurzfristig steife Beine.

Obwohl Sonntag abend, erreichen wir sofort den TA, rasen dort hin.

Die Diagnose lautet auf leichten Schlaganfall, sie bekommt Cortison gespritzt, für die nächsten Tage wird ihr ein leichtes pflanzliches Beruhigungsmittel (Relaxan) verordnet. Der TA meint, es kann gut mit den Wetterumschwüngen zusammenhängen, das Relaxan solle ich bei Bedarf eingeben.

Ich beobachte sie nun noch genauer, habe Sorge vor einem weiteren Anfall.

Es kristallisiert sich heraus, dass gewisse Koordinationen schlechter geworden sind, sie macht aber weiterhin täglich ihre Rundgänge in der Wohnung, liegt bei guten Wetter gerne draussen im Körbchen, geniesst die frische Luft, jeglichen Körperkontakt.

Wir reden natürlich viel über sie und ihre Behinderung und sind uns einig:

Sie hat als behinderter Hund ein Recht auf Leben, so lange es lebenswert ist.

Wenn das nicht mehr gegeben ist, werden wir ihr

ein letztes Mal unsere Liebe beweisen und sie gehen lassen.

 

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Osiris
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