Das Tagebuch

22.12.2001 – 23.12.
Bei unserer Ankunft sehen wir Osiris mit eingeknickten Hinterläufen und verunsichert herumlaufen. Ich nehme unverzüglich Kontakt auf, setze sie bei einer Brotzeit zu mir auf die Bank und verwöhne sie mit kleinen Stücken Leberkäs, die sie nach mehreren Versuchen sehr unsicher aus meiner Hand nimmt.
Die 6-stündige Autofahrt verbringt sie teilweise an meinem Hals bzw. mit den anderen hinten im Auto auf der Liegefläche. Hört nach ca. ½ Stunde auf zu zittern, die anderen ignorieren sie völlig.
Bei der Ankunft pieselt sie draussen (fast im liegen) ich trage sie in die Wohnung und setzte sie erst einmal im Wohnzimmer auf den Teppich. Sie bleibt dort regelrecht kleben, bewegt sich nicht 1 cm.
Um ihr unverzüglich viel Körperkontakt zu ermöglichen, darf sie mit den anderen im Bett schlafen. Liegt am morgen am gleich Platz, wo wir sie hingelegt hatten.
Ich trage sie auf die Terrasse, damit sie ihr Geschäft erledigen kann. Nach ca. 10 Minuten (sie ist völlig verunsichert, Rute unter dem Bauch, pieselt sie im liegen. Alle Versuche, sie wieder reinzulocken scheitern. Trage sie rein, da es ca. 10 Grad Minus hat.
Sie hat offensichtlich Angst, in Gegenwart der anderen zu fressen, bekommt daher ihren Teller ins Bad gestellt, isst dort eine ganz winzige Portion, braucht ca. 15 Minuten dafür.
Am morgen erste vorsichtige Kontaktaufnahme der anderen vier, aber noch auf Abstand, kein direkter Körperkontakt.
Osiris geht mit Rute unter dem Bauch und eingeknickten Hinterbeinen im Zeitlupentempo (nach allen Seiten sichernd) durch das Wohnzimmer.
Mittags setzte ich sie wieder raus auf die Terrasse, sie will nach dem pieseln rein, hat aber Furcht vor der ca. 5 cm hohen Schwelle zwischen Terrasse und Wohnzimmer (das obwohl sie bei der Vorbesitzerin mehrere Stufen zwischen Garten und Haus überwinden musste), wird wieder reingetragen.
Sie bleibt den ganzen Tag mehr oder weniger ruhig liegen, traut sich nur die wenigen Schritte zum Wassernapf zu. Dies alles mit eingeklemmter Rute und eingeknickten Hinterbeinen.
Schläft wieder im Bett, bewegt sich dort gar nicht.

24.12.
Pieseln auf der Terrasse, traut sich nicht rein, ich habe das Gefühl, mein rufen stört sie, verlasse das Wohnzimmer und sie schafft es nach 10 Minuten die Schwelle zu übersteigen und kommt alleine in Wohnzimmer. Frisst in Gegenwart der anderen sehr zögernd.
Sie zittert sehr und wirkt verängstigt, verstört, sobald ich sie anfasse oder hochnehmen will.
Wird im Rucksack verstaut, wir fahren an einen See, sie zittert unaufhörlich. Nach ca. 10 Min. wird sie etwas ruhiger, ich nehme sie heraus. Sie sichert nach allen Seiten, geht zögerlich die ersten Schritte, wirkt völlig orientierungslos. Hört nicht auf Zuruf, geht einige Schritte im Zeitlupentempo, bleibt zwischendurch aber immer wieder stehen, schüttelt und kratzt sich, nach ca. 10 Minuten wirkt sie erschöpft, wird wieder im Rucksack getragen.
Sie schläft nach der Heimkehr erschöpft auf der Couch ein, legt ihren Kopf vorsichtig auf Arabellas Rücken, die dies zulässt.
Sie stupst erstmals in der Diele sehr sanft Chunga an, freundlicher Blick von Chunga.

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