04.01.
Besuch bei einem befreundeten Züchter (7 Chis)
Habe zur Sicherheit Osiris im Bauchsack, da ich absolut nicht sicher bin wie sie reagiert – die anderen kennen das Rudel, das wir besuchen und marschieren einfach quer durch.
Osiris zittert und strampelt wie irre im Bauchsack. Ich halte sie fest, streichele sie , verhalte mich ansonsten wie immer (keine großartigen Berühgungsworte).
Nach 5 Minuten wird sie ruhiger, ich setzte sie im Wintergarten inmitten des Rudels ab und schaue zu. Sie wird von den „einheimischen Chis“ kurz beschnüffelt (bleibt dabei sitzen, macht sich klein). Nach weiteren 5 Minuten unternimmt sie einen Erkundungsrundgang durch den Wintergarten, Rute unten, aber nicht unter dem Bauch eingeklemmt.

Die nächsten 4 Std. verbringt sie abwechselnd auf meinem Schoß bzw. unten, wo sie wieder das Zimmer erkundet.
Zwei Versuche, sie im Garten pieseln zu lassen, scheitern. Sie schnüffelt unsicher, macht aber nix. (15 Grad minus, daher Versuch abgebrochen).
Als wir gehen, nehme ich sie auf den Arm, sie zittert wieder wie irre. Setzte sie draussen ab, sie macht nach 2 Min. endlich eine Riesenpfütze im Schnee.
Daheim trage ich sie in Haus, setzte sie im Hausflur ab, sperre die Tür auf, drehe mich um Osiris steht an der Treppe und schaut runter: ich rufe sie, gehe auf sie zu: zu spät, sie fällt die 5 Stufen hinab, tut sich aber glücklicherweise nichts.

06.01.
In der Wohnung bewegt sie sich mittlerweile sehr gut, für ihr bisheriges Verhalten sogar forsch Schaut sie aber z.B. von der Bettkante oder der Couch runter, zittert sie, wirkt total verunsichert. Draussen ist sie ebenfalls weiterhin verunsichert. Komisch kommt uns dabei oft vor, sie geht forsch einige Schritte, bleibt plötzlich wie angewurzelt stehen, geht planlos weiter, teils links oder rechts oder in die entgegengesetzte Richtung bzw. rückwärts. Reagiert mal auf rufen, mal nicht.

Wir fragen uns nach all diesen Eindrücken folgendes:
Sieht sie evtl. schlecht ?
Kann sie mehrere Eindrücke nicht auf einmal verarbeiten?

Also sind wir heute bei strahlendem Sonnenschein wieder zum See und haben folgenden Test gemacht:
Ich habe sie aus dem Bauchsack genommen und sie abgesetzt. Wie üblich, setzt sie sich hin, geht unsicher die ersten Schritte, Richtung vollkommen planlos.
Ich rufe sie, sie wendet sich langsam in meine Richtung, geht einige Schritte (ich war dabei ca. 5 m von ihr entfernt), bleibt wieder stehen.
Ich bin zu ihr hingegangen, habe sie angesprochen, sie reagiert und kommt in meine Richtung. Dann bin ich "rückwärts" gegangen und habe laut vor mich hingesprochen. Osiris ist Schritt für Schritt ohne stehenbleiben!!!! in meine Richtung gelaufen. Ich bin weitergegangen, immer noch rückwärts, aber stumm.
Sofort bleib Osiris stehen, alles zeigte an ihr wieder Unsicherheit. Ich gehe weiter rückwärts, rede irgendeinen Schmarrn vor mich hin, Osiris kommt - sicherer Schritt - ich gehe etwas schneller, kümmere mich nicht um die blöden Blicke mancher Leute, rede weiter und weiter.Und Osiris läuft und läuft, sie nimmt die Rute hoch, wedelt und läuft.
Ich habe dann die Abstände zwischen reden und still sein, etwas vergrößert, sie folgt mit weiterhin brav und sicher.

Was mir noch aufgefallen ist: Sie wird unsicher sobald auf dem Weg Licht und Schatten wechseln, bzw. mal verschneit ist, mal dunkel, weil weggetaut.Folgt mir aber auch bei diesen Stellen solange sie deutlich meine Stimme hört.
Sie ist heute erstmals!!!! Ca. 100 m am Stück gelaufen draussen, zeigte dabei keinerlei Angst vor anderen Hunden.

Entschluß:
Nach dem Urlaub suchen wir einen Augenarzt auf.
Es gibt einen Spezialisten in München.

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