07.01.02
Sie geht nun mit hocherhobener Rute durch die Wohnung, reagiert auf meine Stimme, hat sich einen Kaustreifen geholt, ganz sachte mit einem Büffelhautball gespielt,
Kaya hat sie zum spielen aufgefordert, sie zeigt null Angst, reagiert aber nicht auf die Aufforderung. Oskar hat was in den Weg gestellt, sie hat es nicht umgerannt.

08.01. – 11.01.
Ich übe täglich kleine Spaziergänge mit ihr, rede fortwährend vor mich hin, sie folgt, langsam und zögernd. Mehr als 50m schaffen wir aber nie.
Innerhalb des Rudels wird ihr Verhalten ruhiger, sie lernt mit den anderen umzugehen. Erschrickt nicht mehr, sobald eine der anderen sie berührt, beschnüffelt usw.
Da Osiris oft einige Schritte rückwärts geht und irgendwo anstösst, wenn man sie plötzlich anspricht, folgende Strategie:
Steht sie im Weg, sage ich nichts, sondern mache einen grossen Schritt über bzw. an ihr vorbei. Das klappt wunderbar.

12.01.
Die nächste grosse Bewährung für Osiris.
Unser geplanter Winterurlaub steht an. Beim packen des Autos bemerkt sie die Nervosität der anderen, zittert, kann das nicht einordnen. Einmal im Auto wird sie nach 15 Minuten ruhiger, die anderen kennen all das, schlafen, sobald sie im Auto sind. Nach ca. 2,5 Std. Kaffepause, Osiris ist auf dem Arm, aber sehr nervös. Keine Pieselmöglichkeit, da direkt an der Strasse. Eine halbe Stunde später steuern wir einen Parkplatz mit dahinter liegender Weide an. Wir gehen ½ Std. spazieren, Osiris folgt auf meine Rufe, langsam, etwas nervös, macht ihr Geschäft.
In der Ferienwohnung angekommen (Arabella und Dana kennen die Wohnung schon) lasse ich sie in Ruhe, damit sie mit den anderen alles erkunden kann.

13.1.
Auf einen Tipp hin kaufe ich eine Glocke. Ich hoffe, sie auf das Geräusch der Glocke trainieren zu können. Da die Temperaturen morgens und abends bei ca. 10-15 Grad minus liegen, plane ich folgendes. Morgenrunde- und Abendrunde erst mit vieren, dann mit Osiris alleine. Den langen Spaziergang in der Mittagssonne machen wir gemeinsam.

14.1.
Die Glocke kommt erstmals zum Einsatz. Wir begeben uns auf den Wanderweg hinter dem Haus, wo es ruhig ist und kein Autoverkehr ist. Ich rede wie üblich – Osiris folgt mir – ich bimmele und rede! Dann bimmele ich nur und rede erst, wenn ich merke, sie bleibt stehen.

15.1.
Oskar schlägt folgendes vor: Osiris muss lernen, an der Leine zu gehen. Ich habe ihr schon öfter das Geschirr angelegt (es stört sie nicht) und auch die Leine befestigt. Habe den Eindruck, sie läuft damit weder besser noch schlechter. Da ich momentan eh nur dort mit ihr gehe, wo keinerlei Auto hinkommt (also Wege wo rechts und links Feld, Wiese usw. ist), erscheint mir das „an der Leine“ gehen, momentan nicht als das wichtigste. Vor allem, weil ich merke, alle Geräusche ringsum verunsichern sie. Daher lege ich die Spaziergänge in ruhige Lagen (sie soll erst einmal dort sicher laufen lernen).
Oskar meint: Leine gibt Sicherheit, er nimmt sie an die Leine, ich rufe, sie bleibt sitzen, er zieht an der Leine, sie bockt, bleibt sitzen, lässt sich kurz zerren (Po auf dem Boden).
In einem Gespräch klären wir folgendes: ein Hund – der evtl. schlecht sieht, der Beweis steht noch aus – fühlt sich noch unsicherer, wenn er an der Leine irgendwo hingezerrt wird.

16.1.
Bei unserer Ankunft lag kein Schnee im Tal (1200m), über Nacht hat es geschneit, ca. 10 cm.Anfangs scheint der andere Untergrund Osiris zu verwirren, sie folgt aber auf mein Zureden und bimmeln, macht auch ihr Geschäft.

17.1. – 19.1.
sie zeigt winzige Anzeichen von Spielgesten, knabbert eine Kaustange, ist nach vielen täglichen Übungen nun fähig, ein Leckerli direkt aus meiner Hand zu nehmen, bzw. Leberwurst vom Finger zu lecken. Ich muß aufpassen, dass sie dabei nicht in meinen Finger beisst.

Wir üben täglich kleine Spaziergänge (reden u. bimmeln) Sie folgt, allerdings weiterhin sehr langsam, jedes weitere Geräusch, andere Fußgänger verunsichern sie.

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