Die Arztbesuche am 15.02.

08.30 Uhr
Ich mache mich per U-Bahn auf den Weg quer durch München, damit wir pünktlich um 10.00 Uhr beim Augenarzt sind.
Da ich nicht auf Überweisung eines Tierarztes komme, werde ich gebeten, ausführlich ihr Verhalten und meinen Verdacht, dass sie schlecht sieht, zu beschreiben. Danach soll sie einige Schritte laufen, die Untersuchung beginnt. Nach ca. 45 Min. die Diagnose:

Ihre Pupillen reagieren auf hell/dunkel, ihre Sehfähigkeit dürfte bei ca. 10 % liegen, vermutlich sieht sie alles nur verschwommen.
Die Augen und Sehnerven sind jedoch organisch gesund!

Der Augenarzt empfiehlt daher ein CT (Computertomographie) des Gehirns, da unter Umständen ein Tumor dafür verantwortlich sein kann.
Ich denke nur: ruhig bleiben, Nerven behalten, da müssen wir durch.

Er ruft einen ihm gut bekannten TA mit CT-Gerät an, die Praxis ist eigentlich über Mittag geschlossen, aber für ein CT kann ich dank Vermittlung sofort kommen. Ich bestelle mir ein Taxi, gebe Oskar per Handy die neusten Infos durch und bin 15 Minuten später mit Osiris beim nächsten Tierarzt.

12.00
Auch hier werde ich kurz nach ihrer Vorgeschichte gefragt, wieder soll sie einige Schritte laufen, der TA vermutet sofort, sie riecht miserabel. Ein Hund, der „nur“ schlecht sieht, bewege sich anders. Sie wird gründlich untersucht, ein Venenkatheder gelegt, die Narkose eingeleitet. Ich bin bei ihr, bis sie völlig narkotisiert ist und in den CT-Raum gebracht wird.
Lt. Auskunft des Arztes ist bei einem Tumor keinerlei O.P. möglich.

Das CT dauert ca. 40 Minuten, dann kann ich sofort zu Osiris, die noch tief und fest schläft.
Bei der Gelegenheit wird noch der Zahnstein entfernt, ich halte ihren Kopf und lege die Zunge immer passend zur Seite.
Der Arzt kommt, lächelt beruhigend und sagt:

Sie hat keinen Tumor !

Sofort telefonische Nachricht an Oskar. Sie soll ganz langsam aufwachen, wird regelmässig abgehört, ich kann mir derweil das CT-Gerät (es ist für Menschen) ansehen. Der Arzt fragt mich, ob ich einige Aufnahmen von ihrem Gehirn sehen möchte. Ich bitte die Assistentin, mich sofort zu rufen, falls Osiris ein wenig die Augen öffnet, ich will bei ihr sein, wenn sie wach wird.

Der Arzt erklärt mir anhand der CT-Aufnahmen die Details des Gehirns, es ist schon beeindruckend. Er ist sicher, ein Tumor ist nicht vorhanden, möglicherweise aber etwas zuviel Hirnwasser, dies ergibt aber erst eine genaue Auswertung, die er noch vornehmen wird.

Ich eile wieder zu Osiris, 5 Minuten später zucken die Beine leicht, die Augen öffnen sich, sie kommt langsam zu sich. Ich streichele sie nun, rede mit ihr, ich kann sie hochnehmen und im Bauchsack warmhalten. Wir bleiben noch zur Kontrolle in der Praxis bis sie richtig wach ist.

14.15 Uhr
Sie ist richtig da, zittert bedingt durch die Narkosefolgen. Wir können uns auf den Heimweg machen.

15.20 Uhr
Während der Fahrt schläft Osiris im Bauchsack, nun wird sie wach, streckt sich. 5 Minuten später steige ich aus, Osiris wird unruhig, ich steuere die nächste Wiese an, sie wird pieseln müssen. Zu spät, Bauchsack und Jeans wurden gerade nass.

15.30 Uhr
Erschöpft wieder daheim, Osiris will im Wohnzimmer einige Schritte gehen, fällt noch um, ich lege sie ins Körbchen, wo sie bald einschläft.

16.02.
Sie hat alles gut überstanden, keine Nachwirkungen der Narkose mehr, sie hat Hunger, Verhalten wie immer.

Tagebuch-7
Osiris
Tagebuch
Tagebuch-2
Tagebuch-3
Tagebuch-4
Tagebuch-5
Tagebuch-6
Tagebuch-7
Tagebuch-8
Tagebuch-9
Tagebuch-10
Tagebuch-11
Tagebuch-12
Tagebuch-13
Tagebuch-14
Tagebuch-15
Tagebuch-16
Tagebuch-17