Rüde/Hündin
Also zu dem Thema, worin die Unterschiede zwischen Hündin und Rüde liegen, kann ich einiges sagen. Ich habe für mich selbst schon zahlreicheUnterschiede bemerkt und kann diese auf Beni und Cindy beziehen:

Spielen: Beni war ein kleiner Treibauf, der sehr oft Lust zum Spielen hatte (mehr mit uns Menschen, Hunden gegenüber war er oft giftig) und der lange und ausdauernd gespielt hat. Außerdem konnte er auch gut mit sich selbst spielen, z. B. einen Ball durch die Gegend werfen und hinterherrennen. Bei Cindy verhält es sich ganz anders: Wenn überhaupt, spielt sie mal kurz mit anderen Hunden. Spielsachen, wie einen Ball oder Ähnliches, benutzt sie gar nicht. Apportieren, was Beni gerne gemacht hat, ist ein Fremdwort. Wohl aber kann man sich ganz gut mit ihr am Boden herumbalgen, allerdings auch nicht zu oft und nicht zu lange. Wenn ich Ihr meine Hand hinhalte, schnappt sie spielerisch danach und versucht, mich in den Finger zu beißen. Wenn sie ihn mal erwischt, tut es aber nicht weh: Sie meint es ja nicht ernst. Meist endet dieses Spiel damit, daß sie mir fünf Minuten lang meine Hand ableckt.

Beißen und Schnappen: Beni war viel aggressiver als Cindy, wohl eher ein Macho. Er war viel reizbarer und wenn er seine Ruhe haben wollte, hat er schon mal schnell zugebissen - aber ernsthaft, zum Teil hat es auch geblutet. Cindy knurrt öfters und da weiß man: Vorsicht! Beni hat meistens keine Vorwarnung gegeben. Cindy hat noch nie ein Familienmitglied angeknurrt oder gebissen. Wenn es Beni damals mit mir als Kind zu bunt wurde, hat er mir schon vehement gezeigt, bis wohin ich bei ihm gehen kann. Wir waren aber ein Herz und eine Seele. Fremde Kinder mußten wir schon warnen - wenn er geärgert wurde, kam es oft mal dazu, daß er geschnappt hat. Cindy ist zu Kindern sehr sanft und lieb und knurrt höchstens mal, wenn es ihr zu viel wird.

Ausdauer: Beni hatte wesentlich mehr Ausdauer als Cindy. Zum Gassigehen war er immer zu haben. Cindy ist viel fauler - sie geht grundsätzlich keinen Schritt zu viel und oft müssen wir sie anbetteln, daß sie überhaupt eine Runde mitgeht. So richtig lange Spaziergänge mit ihr sind nicht drin; sie zeigt uns dann ganz deutlich, daß sie einfach keinen Bock mehr hat.

Charakter: Vom Charakter her unterscheiden sich die Geschlechter eigentlich kaum. Außer vielleicht, daß Rüden einen Tick dickköpfiger sind. Aber Cindy kann man genausowenig zu etwas überreden, wozu sie keine Lust hat. Beni als auch Cindy waren, bzw. sind der Familie treu ergeben, hängen/hingen beide
sehr an meiner Mutter als direkte Bezugsperson, sind unheimlich stur usw., sehr lieb und verschmust, eben alles, was Chis für uns so liebenswert macht. Cindy ist sehr viel verschmuster als Beni es war; das könnte aber durchaus männerspezifischer Ursache sein.

Haltung: Kein Unterschied. Der Chi nimmt sich, was ihm gefällt, egal welches Geschlecht.

Zusammenfassung: Ein Rüde ist zwar ausdauernder, sportlicher und agiler (aber auch aggressiver), jedoch ist ein Weibchen über alle Maßen treu und verschmust ohne einen Hang zum Streunen und mit deutlich weniger Aggressivität, auch ist es etwas folgsamer. Das Weibchen hat auch keinen Drang, alles zu markieren. Wer mit seinem Chi viel in die Natur will, ist vielleicht mit einem Rüden besser beraten. Wenn der Chi viel Kontakt zu Kindern hat, ist das Weibchen evtl. die bessere Wahl, weil es anhänglicher
ist und nicht so schnell beißt (obwohl es auch hier Ausnahmen gibt--). Hier ist aber noch zu sagen, daß ein Chi kein direkter Kinderhund ist, es sei denn, das Kind paßt sich an den Chi an. Man kann bei ihnen nichts erzwingen und sollte dies auch nicht tun. Treue Freunde sind sie aber in jedem Fall.
Petra mit Cindy

Rüde oder Hündin II
Rüde oder Hündin
Rüde oder Hündin II
Rüde oder Hündin III
Rüde oder Hündin IV