Rudelhaltung-II

Welche grundsätzlichen Überlegungen führten bei euch zu der Entscheidung, mehr als einen Chi zu halten?

BETTINA:
Der Chi ist ein sehr geselliger Hund und meiner Meinung nach vielleicht sogar die am meisten prädestinierte Hunderasse für Rudelhaltung. Ein Chi alleine fühlt sich einsam. Gegen eine Rudelhaltung spricht eigentlich nach meinem Dafürhalten nur, wenn es die persönliche Situation des Hundehalters nicht zulässt, z. B. Ein-Zimmer-Wohnung, knappe finanzielle Situation, usw.

EVA:
Unsere erste Hündin hat sich viel zu sehr an uns geklammert und wollte mit anderen Hunden kaum etwas zu tun haben. Daher kam für uns nach dem Tod von Shiwa und eingehenden Gesprächen mit Züchtern nur noch ein Mini-Rudel in Frage. Dass es einmal 4 statt 2 werden würden, war nicht geplant, bereut haben wir es bis heute nicht. Wir können zwar auch mit ihnen spielen, ersetzen aber in keinster Weise einen Artgenossen für sie. Sie können miteinander spielen, kuscheln, ihr komplettes Register an Sozial- und Spielverhalten untereinander ausleben. Außerdem sind sie so nicht alleine, wenn wir nicht da sind.

Ein Rudel mit drei Rüden halten wir für günstig, es können keine Patt-Situationen auftreten und die ganze Gruppendynamik bleibt beweglich. Keiner kann sich hängen lassen. Außerdem sinkt der Erwartungsdruck der Menschen gegenüber dem Einzelhund, ein Rudel ist facettenreicher und damit auch für Hund und Mensch befriedigender. Und: man kann bei der Erziehung auch mal einem Hund das gute Beispiel eines anderen Rudelmitglieds vor Augen halten (= gegeneinander ausspielen), indem man das Rudelmitglied mit dem erwünschten Verhalten deutlich belohnt.

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