Kommen wir nun zu einigen Beispielen bzw. Aussagen von seriösen Züchtern.

Hier ein Fall, wo ich die Hündin und die Züchterin kenne, nicht jedoch den jetzigen Halter.

Nancy
Nancy ist eine Hündin, die ich im Sommer 1999 bei einer Züchterin in Norddeutschland kennen lernte. Eine unglaublich liebenswerte, verschmuste Hündin. Nach Aussage der Züchterin hatte sie bisher nur trockene Hitzen, war also bis zum Alter von ca. 3,5 Jahren noch nie Mutter geworden.

Lt. damaligem Gespräch sollte noch eine Läufigkeit abgewartet werden, danach sei es für Nancy zu spät für eine erste Trächtigkeit.

Wie ich dann einige Zeit später erfuhr, starb einem 70jährigen Mann sein bisheriger Hund. Den Mann hatte aller Lebensmut verlassen, da es niemanden gab, für den er noch sorgen konnte. Also machten sich seine Kinder auf die Suche nach einem neuen Hund (jedoch wohlweislich keinem Welpen). Nach reiflicher Suche und Überlegung fiel die Wahl auf Nancy.

Die beiden leben heute in harmonischer Gemeinschaft, Nancy wird den ganzen Tag verwöhnt und verschmust, der Mann hat seinen Lebensmut wieder gefunden.

Hier die Anmerkungen der Züchterin, wo Nancy lebte:

Es mag ja ein bisschen der Gedanke bei manchen Züchter eine Rolle spielen, dass der Hund nun einige Welpen für den Züchter bekommen hat und er es ihm nun "schuldig" ist, dass er bei ihnen bleiben "darf". Sie ziehen gar nicht erst die Möglichkeit in Betracht, dass es etwas besseres geben könnte, als bei ihnen alt zu werden. Aber wie gesagt, sie sind dort einer unter vielen und laufen halt so mit, wie es manche ausdrücken. Dabei könnte so mancher von ihnen noch irgendwo einen anderen Menschen glücklich machen. Vielleicht einen, der wirklich nicht so viel Geld hat, sich einen Welpen anzuschaffen, oder der keinen Welpen mehr aufziehen möchte, weil er auch nicht mehr so jung ist. Und wie in Nancy's Fall, dieser Mensch ist so glücklich. Er weinte am Telefon, als er mir für diesen Hund dankte, der seinem Leben wieder einen Sinn gegeben hat. Und ich weiss, dass auch die Kinder für diesen Hund sorgen werden, falls mit ihrem Vater etwas passiert und sonst bin ich ja auch noch da. Dieser Hund hat jetzt jemanden, der den ganzen Tag nur ihn streichelt, sich mit ihm beschäftigt und somit sind zwei Lebewesen sehr glücklich, nein eigentlich drei, denn ich bin es auch. Denn ich bin ehrlich, das was Nancy dort bekommt, hätte ich ihr nicht bieten können. Uns ist es schon ein paar Mal passiert, dass Hunde, die ich natürlich behalten hätte, wenn es nicht anders gekommen wäre ein neues Zuhause fanden, weil da plötzlich Menschen waren, die gerade diesen Hund mochten und der Hund sich ebenfalls zu ihnen hingezogen fühlte. Es gibt auch solche Hunde, die nicht so schnell mit anderen gehen würden und die sehr auf uns geprägt sind. Die geben wir auch nicht weg. Unsere Banane z.B. oder auch Maya, die nur wenige Menschen mag. Es ist niemals so, dass wir sagen würden, wenn die Hunde älter werden müssen sie weg. Es ergibt sich, oder auch nicht. Wir haben nicht so viele Hunde, dass es problematisch sein könnte, sie alle zu behalten. Dennoch, man muss auch in der Lage sein dafür zu sorgen, dass man nicht mehr Hunde hat, wie man sie ohne Probleme versorgen bzw. streicheln und lieben kann. Und deshalb muss sich ein Züchter manchmal dazu durchringen, den einen oder anderen Hund, wenn er nicht zur Zucht geeignet ist wieder abzugeben, wenn es möglich ist. Natürlich muss jeder selbst entscheiden, was für ihn das beste ist. Aber man sollte dabei auch das Wohlergehen der Hunde nicht ausser acht lassen - und zwar ganz ehrlich.

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