Weitere Aussagen:

Selber hab ich aufgrund meiner kleinen Zucht keine Erfahrung, aber eine Freundin hat schon drei mal erwachsene Hunde aus der Zucht genommen und auf private Plätze gegeben, allerdings hat sie die Hunde jedesmal ohne Preis abgegeben.

Beispiel 1
Eine Hündin, die als Erwachsene von einem anderen Züchter übernommen wurde, hat sich im Rudel nicht integriert, sie war zunehmend aggressiv, es kam ständig zu Streitereien. Dann stellte sich noch heraus, dass sie leichte PL hatte. Zufällig hatte sich ein älteres Ehepaar um eine ältere Hündin interessiert, es hat auch keine Probleme bei der Eingewöhnung gegeben, die Hündin war dort sehr lieb, verschmust und 0 aggressiv.


Beispiel 2
Eine Hündin wurde nach einem Kaiserschnitt kastriert. Danach hat sie sich immer mehr zurückgezogen, kam überhaupt nicht mehr aus dem Schlafzimmer, außer zum Fressen und Geschäftchen machen, sie war total desinteressiert, als hätte sie Depressionen. Ein zweijähriger Rüde aus dieser Zucht, der auf privatem Platz war, wurde vom Auto überfahren, die Leute hatten kurz zuvor einen Welpen dazugenommen, damit der Rüde einen Spielkameraden hat. Nun wollten sie nochmal einen Welpen dazunehmen und fragten bei meiner Freundin an, die gerade einen Wurf hatte. Als sie dann da waren, haben sie das Leid der Hündin mitbekommen und sich entschlossen, statt einen Welpen diese Hündin zu nehmen. Die Hündin ist dort total wieder aufgeblüht, hatte sie doch nun wieder eine Aufgabe als Pflegemutter und Erzieherin des dortigen Welpen.

Beispiel 3
Ein älterer Rüde wurde zunehmend unleidlich mit den Welpen, futterneidig und freßsüchtig, so dass er sehr übergewichtig wurde. Trotz Kontrolle konnte er sich immer wieder über heimliche Futterbunker im Haus und Garten hermachen, die von allen Hunden gern angelegt werden. Ein älteres Ehepaar hatte einen 14 Jahre alten Rüden verloren und wollten eigentlich gar keinen Welpen mehr. Als sie bei der Züchterin waren, hat sich der Rüde auf den Schoß des Mannes begeben und nicht mehr davon wegbewegt, obwohl dieser Rüde als männerscheu galt. Die Leute waren überglücklich, dass sie nun doch keinen Welpen nehmen mußten. Auch dieser Rüde hat sich bestens eingelebt. Er bekommt nun viel Bewegung, der Futterneid und die Freßsucht ist auch nicht mehr vorhanden, so dass er schon schön abgenommen hat, und er darf viel Autofahren, was er sehr liebt und das Ehepaar hat ihre Lebensfreude wiedergefunden.


Meine Meinung
Trotz der positiven Fälle, hoffe ich, dass ich möglichst wenig in die Situation kommen werde, erwachsene Hunde wieder abgeben zu müssen, aber nicht, weil ich denke, dass es den Hunden nicht zumutbar ist, denn die Erfahrung zeigt, dass sie sich in der Regel gut einleben, sofern sie gut behandelt werden und sich nicht verschlechtern, sondern verbessern, sondern weil es mir selber sehr schmerzhaft wäre.
Wichtig ist es, dass man erwachsene Hunde nur auf Plätze gibt, die ihrem Charakter entsprechen, Welpen passen sich an die Besitzer an, sind sie lebhaft, werden sie lebhaft, sind sie ruhig. werden sie ruhig, erwachsene Hunde sind da schon fertig, deshalb muß der Besitzer umso mehr zum Charakter des Hundes passen.

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