Senioren - Vicki von BaViKiBi

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  • Vicki, die im Alter von 6 Jahren bei mir einzog, ist 17 Jahre alt geworden.


    Sie hatte mit 10 Jahren eine schwere Gebärmutterentzündung.
    Als sie abgeklungen war, wurde Vicki kastriert. Davon hatte sie sich erstmal nicht erholen wollen.


    Bis ein neuer Hund zu uns zog.
    Da machte Vicki sich auf, noch zwei Jahre richtig munter und interessiert dabei zu sein.


    Dann begann sie aber abzubauen:


    Zunächst leichte Verwirrungen und Orientierungsschwierigkeiten.
    Mal stand sie vorm Wassernapf und wusste erst im dritten Anlauf, was sie da wollte.
    Mal ging sie unvermittelt vom Bürgersteig ab auf die Straße ohne Anlass, obwohl sie ein hundert Prozent sicherer Bürgersteig-Hund gewesen war usw.
    Da half für ein gutes Jahr die Gabe von Karsivan ¼ Tablette täglich.
    Dann aber ließ die Augenleistung nach und auch die Ausdauer bei den Spaziergängen.
    Da kam sie dann in die Tasche, bis sie wieder mit den anderen laufen wollte.


    Es kann auch die Hörleistung nachlassen, was den Hund schreckhaft werden lässt. Andere haben Probleme mit den Gelenken oder Muskeln.


    Bitte nicht dick füttern, wenn sie nicht mehr viel laufen! Wenn die Verdauung Probleme macht: kleine Mahlzeiten. Die belasten auch den Organismus nicht so.


    Die Demenz machte Vicki in ihren letzten drei Jahren richtig zu schaffen. Da sollte dann in der Wohnung nix mehr umgestellt werden.
    Reisen sind für den Hund auch kein Vergnügen mehr. Sie können sich nicht gut auf Umgebungswechsel usw. einstellen.
    Wenn es trotzdem nötig ist, immer möglichst dicht bei sich halten, damit sie nicht verunsichert werden.
    Sonst kann das zu Panikattacken führen, die ich in der letzter Zeit bei Vicki nur noch schwer beenden konnte.


    Die Hunde schlafen auch häufiger und vor allem tiefer. Dafür kann es zu einer nächtlichen Unruhe kommen.
    Möglicherweise kommt es auch zu Inkontinenz.Wenn der Hund ein Notklo kennt, rechtzeitig wieder einführen. Vielleicht nimmt er es an.
    Sonst werden eben die Teppiche später einfach weggeschmissen.


    Dickkopf, Sturkopf, Altersstarrsinn sind Begriffe, die einem auf den Spaziergängen einfallen.
    Manchmal geht das unkontrollierte Verhalten eines eigentlich bestens vertrauten Hundes an Nerven und Substanz.
    Ist wohl ähnlich wie bei der Betreuung eines geliebten Menschen.


    Tipp: es gibt Einiges an Naturheilkunde für alte Hunde. Es lohnt sich, einen entsprechend spezialisierten Tierarzt zu aufzusuchen.


    Nachstehend die Entwicklung von Vicki in Fotos:


    Vicki im Alter von 6-7 Jahren



    Hier ca. 10 Jahre alt




    Hier mit ca. 13 - 14 Jahren



    Hier mit 16 Jahren




    Hier im letzten ihrer 17 Lebensjahre



    Dieser Beitrag stammt von BaviKiBi

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin