Giardien

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  • Hallo,


    da Giardien immer mehr zunehmen, wollte ich kurz drauf hinweisen, dass im Anfangsstadium eines Giardienbefalls kaum bis keine Symptome zu sehen sind. Viele Hunde haben bei geringem Befall keinerlei Auffälligkeiten. Jetzt könnte man sagen, wieso soll man dann überhaupt behandeln.


    Es ist wichtig, so bald wie möglich zu behandeln,weil die Giardien dazu neigen, sich explosionsartig zu vermehren, sobald das Immunssystem in die Knie geht. D.h. mit ein paar Giardien kommt das Immunsystem noch zurecht, bei vielen wird der Hund krank bis schwer krank. Je länger man ohne Behandlung damit rum macht, desto kritischer wird die Behandlung.


    Anzeichen für Giardien im Anfangsstadium sind häufiges Bauchgrummeln, wechselnde Kotqualität, mal schleimig überzogen, mal etwas weich, ein Teil ist fest, ein Teil ist dünn, amnächsten Tag kann dann wieder alles normal sein, mal ein Tag nicht fressen, dann wieder normal. Von einem Tag zum andern kann dann heftiger Durchfall mit Blutbeimengungen, Futterverweigerung, Erbrechen auftreten, der Hund ist dann insgesamt mehr oder weniger stark geschwächt und wenn keine Behandlung erfolgt, kann das auch leicht gerade beim Chi zum Tode führen (Unterzuckerung, Dehydrierung).


    Was auch leider häufig der Fall ist, dass durch den schleichenden Giardienbefall leichter andere Infekte aufgenommen werden (bzw. auch umgekehrt, bei Infekten haben Giardien auch leichtes Spiel sich festzusetzen), da das Immunsystem nicht mehr auf die Füße kommt, so treten manche Infekte auch gerne zusammen mit Giardienbefall auf, wobei auch die Frage ist, was war eher da, das Ei oder die Henne. Aber egal, in jedem Fall muss man gegen den Giardienbefall vorgehen, normalerweise gibt man Panacur über mehrere Tage nach Anweisung. Hilfreich ist dann auch eine getreidefreie hochverdauliche Ernährung.


    In jedem Fall muss man den Kot nach Giardienbefall im Abstand von 1 Monat nochmal untersuchen lassen bzw. bei jeglicher Kotauffälligkeit, um sicher zu gehen, eine etwaige Neuinfektion sofort im Ansatz zu erwischen. Giardien sind sehr hartnäckig. Aber auch nachdem der Kot giardienfrei diagnostiziert ist, sollte man mind. 1 halbes Jahr lang den Kot im Abstand von 2 - 3 Monaten untersuchen lassen, um sicher zu gehen.


    Es ist wichtig, den Kot auf den Spazierwegen zu entfernen, weil der Hund und andere sich ständig neu infizieren können am Kot, der giardieninfiziert ist. Wichtig zu wissen, auch Katzen sind sehr häufig von Giardien befallen. Kontakt mit freilaufenden Katzen würde ich vermeiden und wer Katzen oder mehrere hält, sollte immer auch die Katzen und anderen Hunde mituntersuchen lassen.


    Eine Infektion ist meist bereits Wochen vorher erfolgt, da nicht sofort Symptome auftreten, sondern erst wenn sich eine Kolonie gebildet hat.


    Das Immunsystem kann neben Erkrankungen auch durch Stress geschwächt werden, das ist insbes. bei Halterwechsel, ungewohnte Lebensumstände (Umzug, Baustelle etc.), zu wenig Ruhe, zu wenig Auslastung, abrupter massiver Wechsel im Tagesablauf, falsche Behandlung, unharmonisches Miteinander mehrerer Tiere, Kinder, Familie etc. der Fall.


    Ein ausgeglichenes glückliches Leben, viel körperliche Bewegung an frischer Luft, geistige Anregung und eine gesunde Ernährung sind die Eckpfeiler für ein gutes Immunsystem.

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin