Birkensaft - Xylit/Xylitol

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  • Jetzt im Frühjahr geben Birken, die entweder gefällt wurden oder deren Rinde Verletzungen aufweist, wieder Mengen von Birkensaft ab. Als Getränk für Menschen ist dieser Saft ungefährlich und noch heute werden Birken zur Gewinnung des Saftes extra angezapft. Birke wirkt entwässernd und entschlackend. Aus der Rinde wurde früher der sogenannte Birkenzucker, wissenschaftlich Xylit oder Xylitol genannt, gewonnen. Mittlerweile wird dieser allerdings auf anderem Wegen hergestellt.


    Allerdings enthält auch der Saft der Birke diesen natürlichen Zuckeralkohol. Leider konnte ich trotz ausgiebiger Recherchen nicht herausfinden, wie viel Xylit im Birkensaft enthalten ist. Gerade deshalb sollten wir aber trotzdem vorsichtig sein, denn ich musste leider selbst erfahren, dass Hunde wohl ganz scharf auf den Saft der Birke sind. Die Stümpfe der gefällten Birken im Garten meiner Eltern „bluten“ gerade richtig aus. Unmengen an Saft sind ausgetreten, die Erde ist ganz aufgeweicht und es bilden sich Krusten auf dem Boden. Mercutio wurde von diesem Saft besonders angezogen.


    Für unsere Hunde, aber auch andere Tiere, wirkt Xylit toxisch. Es hat einen stark insulin-ausschüttenden Effekt und führt zu einem lebensbedrohlichen Abfallen des Blutzuckerspiegels. Auch Fälle von Leberschädigungen sind bekannt.
    Bereits 0,1 g Xylitol pro kg Körpergewicht können beim Hund zu einer Hypoglykämie führen. Die ersten Anzeichen einer Vergiftung treten bereits nach 30 Minuten auf. Typische Symptome sind der Verlust der Koordinationsfähigkeit, Krämpfe, Zittern, Apathie…


    Xylit ist als Zuckerersatz auch in vielen Süßigkeiten wie Kaugummi, Bonbons, Schokolade, industriell hergestellten Desserts, Eiscremes und Obstzubereitungen enthalten. In der Deklaration kann er auch mit der Nummer E967 angegeben sein.


    Siehe auch folgendes Thema im Nachschlageforum: Xylitol