Patella Grad 3 - Ja oder Nein

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  • Hallo zusammen,
    heute hätte ich mal gerne eine Meinung /Einschätzung von euch.
    Hintergrund ist folgender: Mein Chihuahua Snoopy ist im 9. Lebensjahr und hat des Öfteren mal gehumpelt und ist auf 3 Beinen gelaufen. Anschließend war wieder alles gut. Damals lag schon der Verdacht nahe, dass es mit seiner Kniescheibe zu tun hat. Seit Neuestem humpelt er jeden Tag und seit 2-3 Tagen war zu beobachten, dass er mit unserem jüngeren Hund nicht mehr spielen will und ihn ein wenig aggressiv zurecht weist. Das würde ja auch auf Schmerzen hindeuten.
    Ich habe meinen Hund also beim Tierarzt im Ort vorgestellt und sie meinte nur, er hätte ein wenig Probleme, ich soll damit zu einem Spezialisten / Orthopäden gehen. Gesagt, getan.
    Am Freitag hatten wir einen Termin beim Spezialisten. Dieser hat den Hund am Knie abgetastet und dann irgendwann gemeint, dass es Patella Grad 3 wäre und operiert werden müsste. Ich fragte, ob man dazu nicht auch ein Röntgen machen müsse. Er verneinte dies und sagte das fühlt man so, dass es Grad 3 wäre. Außerdem wollte er während der OP noch ein CT machen weil er wohl im Rücken Schmerzen hätte. Das alles soll 1.500 € kosten.
    Da wir bald in den Urlaub gehen, habe ich keinen Termin für die OP vereinbart. Zuhause haben wir uns nochmal beratschlagt und wollten uns noch eine Meinung einholen. Mittags sind wir dann noch direkt zu einem Tierarzt gefahren, der einen sehr guten Ruf hat. Da ich eine unabhängige Meinung wollte, habe ich dem Tierarzt nichts von dem Besuch beim Spezialisten erzählt.
    Der 2. Tierarzt hat folgendes gesagt:
    Er hat ihn auch am Bein untersucht und auch festgestellt, dass er Probleme mit seiner Kniescheibe hat. Er meinte er möchte mit einem Röntgen abklären, wie genau sich das Problem darstellt.
    Das Röntgenbild zeigte Probleme mit der Kniescheibe und dazu Arthrose. Aber der Arzt meinte, normalerweise hätte er erwartet, dass in der Stellung in der er das Beinchen beim Röntgen gehalten hat, die Kniescheibe rausgesprungen wäre. War sie aber nicht.


    Für Ihn kommt zum jetzigen Zeitpunkt eine OP überhaupt nicht in Frage. Arthrose könne man sowieso nur lindern und nicht heilen. Und eine OP könne immer noch in Betracht gezogen werden, wenn nichts hilft / es sich verschlimmert etc. Er sagt wir machen jetzt eine „Kur“ d.h. 2-3 Wochen Schmerzmittel und das Ergänzungsmittel Canosan. Ich soll nach kompletter Gabe der Schmerzmittel Rückmeldung geben, wie sich der Hund macht. Zu dem hat er chiropraktisch noch eine Behandlung bekommen. Die Schmerzen im Rücken, kommen lt. TA von der Schonhaltung die der Hund einnimmt und da er ja zur Zeit das gesunde Bein mehr belastet. Das würde sich wieder geben, wenn er seine Beine beide wieder normal belastet.
    Nun bin ich natürlich auch verunsichert, denn ich habe 2 komplett unterschiedliche Meinungen bekommen. Bin ich bei diesem Spezialisten nur an einen „Schnibbler“ geraten, der gerne und oft voreilig operiert? oder hat der 2. Tierarzt nicht genug Wissen?
    Ich will meinen Hund natürlich nicht dem unnötigen Risiko einer OP aussetzen, wenn es nicht zwingend sein muss. Ich möchte aber auch nicht, dass er unnötig Schmerzen hat, die er vielleicht nicht haben müsste.
    Was denkt ihr darüber? Würde gerne ein paar Meinungen hören.


    Vielen Dank.

    Liebe Grüße
    Julia, Snoopy und Ronja
    ______________________________________________________________________
    <~~Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst~~>

  • Hallo,
    den Grad der PL kann ein guter TA durchaus durch abtasten feststellen.


    Wenn in eurem Fall lt. Untersuchung die Probleme/Schmerzen von der falschen Haltung kommen, würde ich persönlich erst einmal Schmerzmittel und das Canosan geben. Hilfreich könnte dann auch noch eine abgestimmte Physio sein.


    LG
    Eva+Rudel

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin

  • Hallo Eva,


    danke für die Rückmeldung.
    Nicht dass es falsch rüber gekommen ist.
    Er hat nicht die ganzen Probleme, weil er generell eine falsche Haltung hat sondern, er hat wohl definitiv Probleme mit der Kniescheibe.
    Durch die Schmerzen, die die Kniescheibe verursacht, belastet er das gesunde Bein mehr und das geschädigte weniger. Dadurch und durch eine Schonhaltung, die automatisch eingenommen wird, ergibt sich eine Fehlhaltung und die Schmerzen im Rücken. D.h. wenn er die Schonhaltung sein lässt, weil sein Beinchen nicht mehr schmerzt, dann müsste sich auch die Fehlhaltung wieder geben.


    Im Moment merkt man die Fehlhaltung auch dadurch, dass ein Hüftknochen ein bisschen mehr spürbar ist wie der andere.

    Liebe Grüße
    Julia, Snoopy und Ronja
    ______________________________________________________________________
    <~~Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst~~>

  • Hallo,


    manchmal ist eine OP gar nicht so hilfreich wie man denkt.
    Das Narkose Risiko ist nunmal da, zumal der Hund auch nicht mehr ganz jung ist ;)


    Ich würde erstmal alternativ Methoden versuchen. Muskelaufbau ist da u.a. ganz wichtig. z.B. durch Berg auf laufen.
    Bei meinem hatten damals "Oxazen" Tabletten auch ganz gut (mit)geholfen.


    Früher wurde auch Anabolika gespritzt was zu guten Erfolgen führte. Ob das heute noch gemacht wird weis ich leider nicht, evtl. mal bei deinem TA nachfragen