Hundetraining in Berlin

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  • Hallo ihr Lieben,


    vielleicht habt ihr einen Tip für mich. Ich wollte den Frühling und Sommer dafür nutzen alle 2 Wochen draußen Hundetraining zu machen. Elvira´s Angst anderen Hunden gegenüber wird immer schlimmer und auch das kläffen und uns beschützen wollen. Ich weiß, dass der Fehler da ganz sicher bei uns liegt deswegen wollte ich das jetzt in den Angriff nehmen. Denn es ist ja nicht nur für uns eine Zumutung sondern auch für sie purer Stress wenn sie sich als Rudelführer sieht und die ganze Zeit am Aufpassen ist. Das Internet ist ja voll mit Anzeigen und Seiten , aber ich dachte vielleicht kennt jemand von euch einen tollen Trainer/Trainerin im Raum Berlin.

  • Hallo elvira, mit einem Trainer kann ich dir nicht dienen, da ich aus Österreich komme, aber dein Problem kenne ich nur zu gut.

    Da wir auf dem Land wohnen, ists auch bei uns schwierig mit Hundetrainern, die Ahnung haben.

    Bei unserer Großen war das Gleiche, ein Gekläffe, wenn irgendwo ein Hund zu sehen war und wehe der kam dann noch in unsere Nähe....Weltuntergang!

    Ich bin dann mit ihr aber extra jeden Tag eine Runde gegangen, wo ich gewußt habe, da treffen wir viele Hunde. Wir sind dann ganz normal vorbeigegangen, und das Gekläffe wurde langsam weniger. Glaube sie hat gemerkt, dass ihr nichts passiert.

    Manchmal sind wir auch stehn geblieben und haben uns mit den Hundebesitzern unterhalten, war dann auch kein Thema mehr. Wenn sie wollte durfte sie den anderen Hund beschnuppern.

    Bin echt stolz auf sie, denn unterwegs können wir jetzt bei jedem Hund ohne Gekläffe vorbeigehn.

    Aber zu Hause klappts noch nicht....im eigenen Garten wird noch kein anderer geduldet.

    Aber ich hoffe, das bekommen wir auch noch hin!😉😉🐩🐩

    Wünsche dir ganz viel Erfolg beim Training und liebe Grüsse😘🐩

  • Liebe Biene, vielen Dank für deine Antwort.


    Wir haben jetzt übers Internet jemanden rausgesucht und haben nächste Woche ein Kennenlernen daheim. Mal sehen ob die Chemie passt und wie die erste Stunde so läuft. Das Verhalten wird echt von Tag zu Tag heftiger. Ab und zu nehme ich sie mit auf die Arbeit. Das hat bisher gut geklappt. Aber nun will sie nur noch auf meinem Schoss liegen und wenn mir jemand zu nahe kommt um mich etwas zu fragen knurrt sie schon. Wenn jemand die Hand zum schnuppern hinhält wird direkt geschnappt und hysterisch gebellt. Das ist mir einfach auch total peinlich. Es bedient halt jedes Vorurteil. Kleiner biestiger kläffender Schosshund :-( Ich versuche mal positiv zu denken, dass ich das irgendwie noch mit der Erziehung hinbekomme. Ich weiß ja ganz klar, dass das mein Versagen ist. Sie stellt halt richtig Besitzansprüche auf mich. Ich werde euch gerne auf dem laufendem halten, was ich für einen Eindruck von der Trainerin habe.

  • Hallo liebe Elvira,

    Wäre super, wenn du uns von deinen Fortschritten und Trainingsmethoden berichten könntest, denn vielleicht kann ich dann auch noch was von dir lernen.😉😘

    Bin immer froh, wenn ich ein paar Tips bekomme, denn sonst bekomm ich immer nur Ratschläge von Leuten, die noch nie einen Hund hatten. Die verstehn das oft nicht, dass das Lebewesen sind und keine Roboter und das sie auch mal schlecht drauf sein können.

    Wünsche euch viel Erfolg beim Training und ganz liebe Grüße von Biene und den Mädels🐩🐩

  • Hallo Elvira,

    Wie ists denn bei euch gelaufen mit dem Hundetrainer?

    Habt ihr ein paar gute Tips bekommen?

    Würde mich freuen, wenn du uns mal kurz deine Eindrücke mitteilst.

    Danke und ganz liebe Grüße, Biene 🐩🐩

  • Hallo liebe Biene,


    unser erster Kennenlerntermin liegt hinter uns und wir sind schon fleißig am üben. Ganze 90 Minuten Zeit hat die Hundetrainerin für das Erstgespräch (was bei uns daheim stattgefunden hat) eingeplant und ich fand den Preis mit 70 Euro sehr fair. Andere Trainer sind viel teurer, verlangen teilweise 150 Euro für den ersten Termin. Ich finde das ist sehr viel Geld, besonders wenn man ja auch gar nicht weiß ob es menschlich passt. Ich fand die Internetseite sehr ansprechend und professionell und auch die Kommunikation per Email lief super.


    Als Karin Henning also zu uns kam zeigte sich Elvira gleich von Ihrer besten Seite. Ein Gekläffe und Geschreie an der Tür. Ich sollte reagieren wie immer und versuchte Elli also mit :"Aus, hör auf, psst, nein, sei leise" zu bändigen. Klappte wie immer nicht. Ich war sehr aufgeregt, weil ich dachte ich würde vielleicht verurteilt werden. dafür dass ich in der Hundeerziehung versagt habe. Aber das Gespräch verlief dann super interessant und Karin machte mir Hoffnung, da sie sagte wir können die Probleme die wir haben gut in den Griff bekommen.


    Das Problem liegt bei uns, so wie ich ja vermutet habe, darin, dass Elvira denkt sie ist der Chef und muss uns beschützen. Das ist für sie natürlich purer Stress, weil sie ständig am Aufpassen ist und überhaupt nicht zur Ruhe kommt. Den Grund dafür finde ich echt schockierend und das hat mich total getroffen. Karin fragte mich ob Elli als Welpe oft von vielen Leuten einfach angefasst worden ist oder auf den Arm genommen worden ist. Und ich musste mit "Ja" antworten. Selbst fremde Leute begrabbelten sie ständig, selbst wenn ich sie auf dem Arm hatte weil der Gehweg zu voll war (sie ist so klein, dass wir sie nur laufen lassen können wenn nicht zu viel los ist, da sie sonst getreten wird) wurde sie einfach angefasst. Karin sagte genau darin liegt die Ursache. Elvira hat von mir nie Schutz bekommen. Sie musste ständig selber für Schutz sorgen. Ich habe ihr keinerlei Sicherheit gegeben und deswegen ist sie so. Karin sagte, dazu ist es natürlich eine Charakterfrage. Manchen Hunden macht es nichts aus von Fremden ständig angefasst zu werden aber machen Hunden ist es einfach zu viel. Ich selber bin ein eher unsicherer Mensch und traue mich oft nicht meine Meinung zu sagen und natürlich habe ich mich auch nie getraut zu sagen, dass Elvira nicht angefasst oder einfach hoch genommen werden soll. Karin sagte, genau das muss ich lernen. Ich soll mir keine Gedanken darüber machen ob mich jemand mag oder mich dann für eine Zicke hält. Sie sagt besonders bei fremden Menschen soll ich mir klar machen, dass es egal ist wenn sie so denken, da ich sie ja nie wieder treffen werde. Und das diese Vorgehensweise für mich und auch für Elvira total wichtig ist.

  • Das Gekläffe an der Tür kommt also daher, dass sie die Leute wegbellen möchte. Sie ist ja noch vor mir an der Tür. Wenn es jetzt klingelt sage ich als erstes zu

    Elvira : "Du bleibst". Sie hat das seit dem ersten Versuch umgesetzt, wartet jetzt und rennt nicht zur Tür. Bellt auch nicht. Sie weiß somit, ich kann das vorne an der Tür alleine managen. Sie braucht mich nicht beschützen. Ich bin total froh, dass das so toll klappt und bin ganz stolz auf sie, wie schlau sie ist und es sofort versteht. Karin erklärte uns nämlich, das die Probleme draußen damit anfangen, dass sie uns ja schon in der Wohnung beschützen muss. Somit müssen wir unser Verhalten erstmal drinnen ändern um dann weiter draußen zu üben.


    Der nächste Punkt ist der, dass sie nachts, wenn wir uns bewegen oder sie berühren, schreit und auch in unsere Füße beißt. Ich dachte sie würde sich erschrecken aber nein. Dies ist eine Zurechtweisung. Sie sagt uns damit: "Ich bin den ganzen Tag beschäftigt um auf euch aufzupassen und euch zu verteidigen, jetzt will ich wenigstens nachts meine Ruhe haben, also bewegt euch nicht." Das sollte mit der Zeit, wenn sie sich mehr auf uns verlassen kann, besser werden.


    Der nächste Punkt, sie latscht mir daheim sehr viel hinterher. Ganz schlimm ist es wenn wir Besuch haben oder auch, als die Trainerin da war. Sie liegt immer an mir oder auf mir oder sitzt so, dass sie mich permanent beobachten kann. So hat sie dann die absolute Kontrolle. Ich habe so lange mit Karin gesprochen und Elvira saß neben mir und starrte uns an. Zwischendurch fielen ihr die Augen zu aber dann fing sie sich wieder um wieder aufzupassen. Karin sagte, sie kommt nicht zur Ruhe, kann nicht abschalten. Ich sollte sie dann in ihr Körbchen schicken. Sie hörte sofort und setzte sich hinein. Starrte uns aber weiterhin an. Es dauerte ca. 40 Minuten bis sie sich endlich hinlegte. Ich war mir unsicher ob das nicht wie eine Bestrafung ist, sie in den Korb zu schicken doch Karin erklärte mir, dass es für sie eine Auflösung der Situation sei und ich ihr damit zeige: "leg dich hin, entspann dich, du hast jetzt Zeit für dich, ich kümmer mich um die Dinge." Das ist für mich aber die allerschwierigste Aufgabe. Jedes Mal wenn ich sie in den Korb schicke, auch im Büro, sitzt sie da erstmal eine ganze Zeit und meist sogar zitternd. Das bricht mir das Herz. Ich sage mir immer wieder, dass es für sie gut ist und dass sie das mit der Zeit versteht aber ehrlich gesagt übe ich das nicht täglich obwohl wir das machen sollten :-(

  • Zudem ist es wichtig, dass sie mich nicht so rumkommandieren kann. Wenn sie hoch will kratzt sie an meinem Bein und ich nehme sie hoch. Das soll ich jetzt ignorieren oder sie leicht beiseite schieben. Ich kann ihr aber wenige Minuten später anbieten hoch zukommen. Wichtig ist es, dass die Interaktion von mir aus geht. Das schaffe ich auch ganz gut. Weil ich weiß, es geht nicht darum sie gar nicht hoch zunehmen sondern darum, dass es von mir aus geht.


    Das mit den Hunden, Radfahrern, Kindern etc. wenn wir draußen sind, sollte mit der Zeit besser werden, wenn wir fleißig drinnen und dann auch draußen üben. Bisher hat sie immer die Bestätigung bekommen: sie kläfft die Leute oder Hunde an, diese entfernen sich. (Logisch da man ja aneinander vorbei geht)

    Somit ist das immer eine Bestätigung gewesen, dass es richtig ist und effektiv. Wir sollen versuchen selber nicht gleich aufgeregt zu sein, wenn wir etwas sehen was gleich wieder ihre Aggression schürrt. Denn wenn sie dann auf 180 ist kriege ich sie aus der Situation nicht mehr raus. Also muss ich ihr vorher zeigen: "Alles ist gut, ich regel das." Z.B. wenn ich einen anderen Hund sehe, ihr gleich sagen: "Hier bei mir." So konzentriert sie sich auf mich und nicht auf den Hund. Das klappt auch schon ganz gut.

  • Hallo Elvira, vielen lieben Dank für deine ausführliche Erklärung.

    Das ist voll interessant und klingt auch nachvollziehbar, ich glaube da habt ihr echt Glück mit eurer Trainerin.🐩

    Hoffe, das klappt auch mit der Zeit, damit ihr nicht mehr so viel Stress habt draussen.

    Ich werde auch mal Versuchen, den einen oder anderen Tip umzusetzen, vielleicht gibt das meiner Miri auch ein bisschen Sicherheit, denn die meint auch oft, sie müsse mich beschützen.

    War bei ihr auch sicher nicht konsequent genug. Sie ist ein großer Angsthase und da hat sie mir immer leid getan, und dann natürlich auch viel mehr durchgehn lassen.

    Aber ich weiss ja auch, dass das für sie Stress ist, und deshalb heissts auch üben, üben, üben....

    Wünsche dir viel Spass beim Training und vielleicht teilst du uns mal mit, welche Fortschritte ihr schon gemacht habt.

    Ganz liebe Grüße, Biene und Mädels😍😍

  • Gerne gebe ich bescheid wenn wir die nächste Stunde hatten. Und euch dann auch viel Erfolg beim üben. Schade dass wir so weit auseinander wohnen sonst hätte man mal gemeinsam eine Stunde absolvieren können.

  • Hallo Elvira,

    Freu mich, wenn ich wieder ein paar Tips bekomme.😘

    Ja find ich auch schade, dass wir so weit auseinander wohnen, sonst wäre voll fein zusammen trainieren oder auch nur spazieren gehn.

    Aber das können wir nicht ändern, deshalb üben wir alleine weiter mit unseren Prinzessinen😉🐩

    Wünsche euch noch viel Spaß beim Training und gutes Gelingen.

    Ganz liebe Grüße, Biene😘