Trennung - Risiko einer Depression?

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  • Liebes Forum,

    Ich bin neu hier und wende mich mit meinen Sorgen bezüglich meines Chihuahua/Pintscher an euch. Vielleicht könnt ihr mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen.


    Ich befinde mich leider in einer Trennungsphase. Es ist möglich, dass das Ganze nicht mehr zu retten ist. In diesem Fall stellt sich die Frage, bei wem der beiden der Hund verbleiben soll. Meine Lebensgefährtin hat den Hund in die Beziehung mitgenommen, sie hat sie im Welpenalter zu sich genommen. Ich habe den Hund mit etwa 6 Monaten kennengelernt. In dieser Zeit ging die Beziehung auch los.

    Obwohl die Hündin von meiner Partnerin aufgenommen wurde, hat sie eine starke Bindung zu mir aufgebaut. Sie sieht mich als Bezugsperson, ich würde sagen, sie hat zu mir mehr Liebe und Vertrauen entwickelt.


    Die Bindung zeigt sich auch bei Abwesenheit: War ich für einige Tage auf Geschäftsreise, so hat sich der Hund meist traurig verhalten, wartete vor der Tür, suchte mich in allen Zimmern.

    Bei meiner Partnerin ist dies selbst nach 2 3 Wochen Abwesenheit nicht der Fall, dennoch freut sie sich, wenn wir zusammen auf dem Sofa liegen und sie sie sieht.


    Sollte es nun zur Trennung kommen würde meine Partnerin den Hund mit ins Ausland nehmen, wir hätten also keine Möglichkeit den Hund gemeinsam zu betreuen.
    Da der Hund meiner Partnerin gehört, obliegt die Entscheidung natürlich nicht bei mir.


    Wir versuchen zu verstehen, wie der Hund auf die Trennung reagieren würde und ob eine Depression auftreten würde, sollte der Hund bei meiner Partnerin verbleiben?

    Würde ein Standortwechsel und mehr Personen im Haushalt, ergo mehr Abwechslung und mehr „Unterhaltung“ dazu führen, dass die Trennung von mir problemlos vonstatten gehen würde? Würde der Hund all dies wohl ausblenden und sich einfach nur nach mir sehen?


    vielleicht habt Ihr wertvolle Tipps zum Ganzen, die uns bei der Entscheidung weiterhelfen könnten!


    emotional bin ich an der Hündin gebunden, mir würde die Trennung schwerfallen. Auf der anderen Seite wäre die Trennung ein Neuanfang, ich würde nicht ständig an meine Partnerin erinnert werden und ich hätte nicht die Abhängigkeit mich um die Hündin zu kümmern. Dennoch ist mir bewusst, dass man bei dieser Entscheidung auch das Wohl des Tieres bedenken muss und Verantwortung übernehmen muss!


    ich freue mich auf Eure Rückmeldung,

    Euer Ivo

  • Ich bin kein Experte in Verhaltensforschung, aber wir haben hier ähnliche Verhältnisse, was emotionale Bindungen betrifft.

    Einer unserer 3 Hunde hat eine solche Bindung zu mir, dass er nicht einmal mit meinem Mann Gassi geht, nur mit mir. Undenkbar was passieren würde bei einer Trennung ( steht nach über 20 Ehejahren aber nicht an) Andererseits hat sich einer unserer Rüden derartig an meinen Mann gebunden, dass auch er leiden würde, wäre mein Mann nicht da. Gefühlsmässig würde ich entscheiden, dass der Hund da bleibt, wo er sich am wohlsten fühlt, also bei Dir. Ich könnte mir vorstellen, dass er überfordert wäre mit Trennung und noch dazu einem komplett neuem Umfeld. Auch spielt eine Rolle, wohin Deine Partnerin gehen würde - Ausland ist ein weiter Begriff.

    LG Dagmar mit Bondi, Teddy und Louis - und Seppi, Ali und Gusti, die im Regenbogenland warten
    Am Tag, als Gott den Chihuahua erschuf, lehnte er sich zurück - und lächelte.

  • Hallo,

    Wie der Hund reagiert ist schwer vorherzusagen, Hunde kommen ja auch meist bei einem Benutzerwechsel super zurecht, wenn es ihnen in ihrem Umfeld gut geht. Auch Abwechslung ist da sehr hilfreich.


    Eine Freundin hat sich vor einigen Jahren getrennt, ihre Hunde haben das problemlos angenommen.


    Depressionen habe ich bisher in meinem unmittelbaren Umfeld bisher zweimal erlebt und da war es in beiden Fällen der Verlust des anderen Vierbeiners, wurde in beiden Fällen rechtzeitig erkannt und mit der Anschaffung eines neuen vierbeinigen Hausgenossen behoben.


    LG

    Eva und Rudel

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin