Buchbesprechung: "Mit Hunden sein" von Eva Windisch

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  • Windisch, Mit Hunden sein, 1.Aufl., 2011, 85 Seiten, kartoniert, 12 €, Ippikon Verlag


    Die Autorin dieses Buches hat seit wenigen Jahren (2007) selbst Chihuahuas, ist in dieser kurzen Zeit zur "Hundetrainerin" geworden und hat in ihrer kleinen Broschüre ihr Wissen publiziert. Viel lässt sich zu dieser Broschüre nicht sagen, da der Inhalt sehr knapp gehalten ist. Man liest es nebenbei in einer halben Stunde durch und findet es ganz nett.
    Die Ansätze der Autorin sind gut, aber leider sehr selbstbezogen und auf Grund ihrer mangelhaften und relativ kurzen Erfahrung mit Hunden natürlich auch sehr "scheuklappenmäßig". Lobenswert erwähnen muss man, dass sie für gewaltfreie Erzeihung plädiert und diese wohl auch vorlebt und versucht an ihre "Kunden" weiter zu geben. Leider sind auch einige eklatante Fehler in dieser Broschüre vorhanden, die bei Hundeneubesitzern zu großen Erziehungsfehlern führen können. Für erfahrene Hundehalter ist es ganz amüsant zu lesen, man findet allerdings nichts Neues darin.
    Wie die Autorin in ihrem Vorwort selbst schreibt, hat sie das meiste an ihrem "Wissen" aus einem guten Forum und so ist ihr Buch eben auch aufgebaut. Es ist eine Zusammenfassung verschiedener Forenbeiträge, die sehr oft aus dem Zusammenhang gerissen sind und einige User aus unserem Forum, werden eigene Beiträge lesen können ;) .
    Der beste Beitrag in diesem Buch ist der eingefügte Text von "Clarissa von Reinhardt - Sprühhalsbänder".


    Fazit: Für Neulinge nicht empfehlenswert, für langjährige Hundehalter unterhaltsam bis amüsant. Das Preis/Leistungsverhältnis lässt stark zu wünschen übrig.

  • Hallo Gabi,


    da ich es dir erst gestern Abend gegeben habe, hast du diese Broschüre ebenso schnell durchgelesen wie ich :D


    Anzumerken wäre noch, das die Autorin diverses über Welpen schreibt, jedoch noch keinen einzigen Chihuahua-Welpen hatte, es sich also um rein angelesenes, theoretisches Wissen ohne eigene praktische Erfahrungen handelt.


    Da sich die Anschaffung kaum lohnt, bin ich gerne bereit, das Heft auch interessierten Usern zu leihen.


    LG
    Eva+Rudel

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin

  • Hallo Chifreunde,
    meine Meinung (Kritik) über dieses Buch könnt ihr hier nachlesen:
    www.amazon.de/product-reviews/3981471105/ref=cm_cr_dp_hist_1?ie=UTF8&showViewpoints=0&filterBy=addOneStar

    Gruß Oskar


    Was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen, ein Ozean. (Isaac Newton)
    Jeder hat ein Recht auf seine eigene Meinung, aber niemand hat ein Recht auf eigene Tatsachen.
    Viele Menschen wissen von ihren Hunden nicht viel mehr, als was sie gekostet haben. (Horst Stern)


  • Liebe stille Mitleser aus anderen Foren,


    da ihr wieder einen einseitigen Zickenkrieg angefangen habt, möchte ich euch darauf hinweisen, dass eine Buchbesprechung das ist, was sie ist. Jedes Buch, dass besprochen wird, bekommt entweder positive oder negative Kritik. Damit muss ein Autor leben. Jede Veröffentlichung in der Öffentlichkeit wird so behandelt. Wir haben in diesem Forum schon auf einige schlechte und auch auf einige gute Bücher hingewiesen, da hat niemand geschriehen......ihr seid neidisch, ihr seid kindisch ....usw.


    Bitte fasst euch mal an die eigene Nase bezüglich eurer Reaktionen und euren Aussagen. Es steht doch jedem frei selber eine Rezension zu schreiben. Aber versucht es mal mit sachlich und kritisch und nicht wir beten gen.......


    Und ich finde es nur traurig, dass ich dieses Posting schreiben musste, denn ihr betont immer wie erwachsen ihr seid und trotzdem könnt ihr nicht mit solchen Dingen wie erwachsene Menschen umgehen. Schön wäre auch, wenn wenigstens nur Menschen mitschreiben würden, die das Buch auch gelesen haben, dann wüssten sie ewnigsten über was sie sich auslassen ;) .


    So und jetzt explodiert nicht gleich wieder, uns allen geht es um unsere Hunde. Mir persönlich ist es sowas von egal wer wen besser findet, welches Forum als erstes bei Google erscheint (ist ja bei euch auch ein ganz wichtiges Thema :D ), welches Forum die meisten User hat usw. usw.


    Versucht einfach mal wirklich so erwachsen zu reagieren, wie ihr euch darstellt.


    LG Gabi


    P.S. und das ist das letzte was von unserer Seite zu diesem Thema kommt, macht was drauß oder lasst es :)

  • Hallo,


    ich wage es ebenfalls meine Meinung über das Buch zu äußern und hoffe dies ist - wie bei anderen Büchern ebenfalls (und wie bei den zuvorigen Threads in dem Bereich "Buch/Video/DVD-Besprechungen") gestattet. :whistling:


    Ich habe das Buch ebenfalls gelesen, obwohl ich eigentlich keine Bücher über Hundeerziehung lese, aber ich hatte es (wie Gabi bereits feststellte) auch innerhalb einer halben Stunde durch, daher war es kein sonderlicher "Aufwand".


    Ich persönlich bin kein Experte der Hundeerziehung und habe noch keinen großen Erfahrungsschatz mit Hunden (wie beispielsweise die Forumshexen) vorzuweisen.


    Was ich wirklich positiv zur Kenntnis genommen habe ist die Grundeinstellung der Autorin gegenüber Hunden. Es wird versucht eine möglichst gewaltfreie Erziehung und ein möglichst harmonisches Zusammenleben zum Wohle des Hundes zu vermitteln. Die Autorin möchte, dass man sich in die Hunde hineinversetzt und sich bemüht, den eigenen Hund zu verstehen. Sie verzichtet weitgehenst auf Kommandos und versucht dem Hund 'in seiner Sprache', also mit Körpersprache zu vermitteln, was sie denn im Moment von ihm "erwartet".


    Ansonsten finde ich, dass manche Themen wirklich sehr oberflächlich und kurz abgehandelt wurden.
    Zitat, S.13 "Ein großer Lichtblick tat sich auf, als ich im Internet ein großes, rassespezifisches Forum fand."
    Und ich möchte erwähnen, dass in diesem Forum, aus dem ein großer Teil des Wissens der Autorin stammt, manche Themen (die, wie erwähnt im Buch und Forum - außer der Forumlierung - ident sind) wesentlich ausführlicher beschrieben sind, als im Buch (beispielsweise die Kapitel "die Stubenreinheit", "das Futter", "Halsband oder Brustgeschirr?", "Die Minutenregel!", "Impfen", "Entwurmen", "Kastration", "Das Alleine-Lassen",...).


    Und mit dem Kapitel "Das Alleine-Lassen" bin ich ebenfalls bei einem Thema angelangt, mit dem ich nicht ganz konform gehe... und zwar wird geschrieben, dass man bei der Rückkehr nach Abwesenheit seinen Hund lediglich mit einem knappen "Hallo" begrüßen und ansonsten ignorieren soll. Desweiteren wird geschrieben, dass die eigenen Hunde der Autorin kaum mehr auf ihre Rückkehr reagieren, was mich persönlich ein wenig (im negativen Sinne) irritiert hat...
    Selbstverständlich sollte man keinen Aufruhr um das 'Kommen und Gehen' machen, aber wenn mein Hund bei meiner Rückkehr keine (bzw. kaum) Reaktion zeigt und teilnahmslos in einer Ecke liegt - das strebe ich ebenfalls nicht an.


    Ebenso fehlt mir der Ansatz, dass ein Hund ein gewisses Grundgehorsam benötigt und dazu zählen für mich eben Kommandos, wie beispielsweise "Sitz".
    Die Autorin stellt die Frage, was einem Hund das Kommando "Sitz" bringt - ich persönlich finde das Kommando durchaus sinnvoll; z.B. lasse ich Charlie auf einer Wage "Sitz" machen - das erleichtert das Abwiegen sehr und ich habe auch den Eindruck, dass es ihm ein Vergnügen bereitet, dass er diverse Kommandos, wie beispielsweise "Sitz" beherrscht, nachdem sein Köpfchen dadurch auch ein wenig angeregt wird.


    Was ich widerum postiv registriert habe ist das Kaptitel "Kastration" und zwar, weil mit einer harten und abschreckenden Wortwahl erklärt wird, warum man sein Tier nicht einfach aus Lust und Laune kastrieren lassen soll.
    Ausdrücke, wie "das Amputieren von Körperteilen", "ein Verstümmeln" werden verwendet, was ich wirklich gut finde, nachdem manche Menschen mit sachlichen Erklärungen die Konsequenzen einer solchen OP leider nicht nachvollziehen können.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich das Buch durchaus interessiert gelesen habe, jedoch selbst ich (und ich habe kaum Hundeerfahrung; Charlie ist mein erster Hund, 10 Monate alt und davor hatte ich kaum Hundekontakt) nicht sehr viele neue Erkenntnisse daraus gezogen habe (nachdem ich Stunden damit verbracht habe mich in diesem Forum zu informieren).
    Die Grundeinstellung der Autorin ist jedoch eine äußerst Gute und ich würde mir wünschen, dass mehrere Menschen sich mit gewaltfreier Hundeerziehung zum Wohle des Hundes beschäftigen würden.


    Die eklatanten Fehler dieser Broschüre, die bei Hundebesitzern zu großen Erziehungsfehlern führen können (wie Gabi erwähnte) sind mir (mangels Erfahrung) nicht aufgefallen - aber einen Hinweis würde ich durchaus interessant finden, nachdem ich (und mein Freund) einen solchen Fehler nicht begehen möchte(n).


    Meinem Freund -der bisher in keinem Chihuahua-Forum gelesen hat- habe ich das Buch ebenfalls lesen lassen (nachdem es schnell durch ist), weil ich es eben teilweise als gute Zusammenfassung diverser Forumsbeiträge empfunden habe (siehe Kapitel "Futter",usw.). :D
    Insofern ist das Buch meiner Meinung nach nicht unempfehlenswert, weil es doch einen Eindruck (eben ohne genaue Hintergrundinformationen) über eine artgerechte Hundehaltung gibt. Möchte man jedoch ein umfangreiches Wissen über eine artgerechte Haltung besitzen, dann muss man sich durchaus noch genauer informieren.


    Liebe Grüße,
    Sabi

  • Hallo Sabi,


    vielen Dank für deine ausführliche und sachliche Rezension. Ich möchte nur kurz auf deine Frage eingehen bezüglich eklatanter Fehler und eine davon als Beispiel heranziehen. Es geht darum, dass man einen Welpen laut der Verfasserin bis zum Zeitpunkt seiner Stubenreinheit in einer Kiste schlafen lassen soll. Das ist so eben nicht richtig, sondern nur eine der vielen Möglichkeiten und eben nicht für jeden Welpen die richtige Lösung. Liest man aber den Absatz in der Broschüre, entsteht der Eindruck, dass man es so machen muss. Warum und weshalb es eben nicht für jeden Welpen so praktikabel ist, steht ja bereits vielfach hier im Forum und wurde von dir sicher auch schon gelesen. Ich schicke dir gerne noch eine ausführliche Mail um noch so manch anderes aus meiner Sicht zu erklären.


    LG Gabi

  • Hallo Gabi,


    Danke für Deine Antwort!


    Da gebe ich Dir absolut Recht, dass es nicht für jeden Welpen die richtige Lösung ist, ihn bis zur Stubenreinheit in einer Kiste schlafen zu lassen!!!
    Charlie war anfangs auch kurz nachts in einer Kiste, und ich bereue es, dass ich diesen Ratschlag jemals gelesen habe, denn das war der Horror. ;(


    Zum Glück hab ich mich schon sehr früh angefangen in diesem Forum zu informieren und die Kiste ist schnell im Müll gelandet.


    Das werde ich bei meinem zweiten Welpen sicherlich nicht nochmals versuchen!!


    Aber nachdem die Autorin, wie Eva bereits erwähnte, noch nie einen Welpen hatte, finde ich es - ich sag mal - äußerst 'interessant', dass sie solche Ratschläge erteilt...


    Über ein Mail würd ich mich sehr freuen. :)


    Liebe Grüße,
    Sabi

  • Hallo Sabi,


    einige eklatante Fehler fallen möglicherweise einem "Neuling" (verzeih mit bitte diesen, keinesfalls abwertend gemeinten Ausdruck) :-) nicht auf, und gerade das finde ich bei einigen Punkten der Broschüre problematisch. Bei Interesse gehe ich darauf gerne näher per Mail ein, möchte aber einen Punkt näher ausführen.


    Es ist o.k. bzgl. Kastration harte Worte zu verwenden, leider unterscheidet die Autorin aber in diesem viel zu kurzen Absatz zum Thema in keinster Weise zwischen einer völlig unnötigen Frühkastration oder Kastration aus nichtigen Gründen und einer gesundheitlich unbedingt notwendigen Kastration, wie z.B. Gebärmutter-Vereiterung oder massive Prostata-Probleme.


    Ebenfalls kein Wort davon, das der Hund bei einer Frühkastration in einem juvenilen Stadium gehalten wird.


    Insbesondere diesen Satz kann ich keinesfalls bestätigen (und im Gegensatz zur Autorin habe ich Hunde kastrieren lassen müssen, bzw. kastriert übernommen)


    Zitat

    Es ist ein geschlechtsloses Wesen, das seine Selbstachtung und seinen Stolz verlieren wird.


    Weder die Madels, die ich - wenn auch in einem Alter ab 10 Jahren - wegen einer Gebärmutter-Vereiterung kastrieren lassen musste, als auch Mika (den ich als alten, kastrierten Rüden aus dem TH übernommen habe) wiesen diese Wesenszüge auf, noch mutierten sie zu einem Neutrum.




    LG
    Eva+Rudel

    Freude an einem Hund haben Sie erst, wenn Sie nicht versuchen, aus ihm einen halben Menschen zu machen.
    Ziehen Sie statt dessen doch mal die Möglichkeit in Betracht, selbst zu einem halben Hund zu werden.
    Edward Hoagland


    Kontakt: eva.kroll@chihuahua.de
    zertifizierte Hunde-Ernährungsberaterin

  • Hallo Eva,


    da hast Du natürlich Recht.


    Aus dieser Perspektive habe ich es noch gar nicht gesehen; mir ist lediglich aufgefallen, dass die Autorin vor (einer grundlosen) Kastration abschrecken möchte. Selbstverständlich kann eine Kastration aus gesundheitlichen Gründen, wie beispielsweise häufige Prostata-Entzündungen, notwendig sein; der Hund wird dardurch auch keinen Stolz verlieren.
    Das hätte eindeutig erklärt werden müssen.


    Liebe Grüße,
    Sabi

  • Hallo,
    ich habs nun auch gelesen, die Neugierde hat mich mal wieder arg geplagt! Und, so leid es mir tut, ich kann nicht mehr dazu sagen als: Hmmm!
    Ich muss dazu sagen, ich liebe Bücher, besitze sehr viele, auch Hundebücher, Erziehungsbücher für Hundis etc. Und keines hab ich bis jetzt in so kurzer Zeit ausgelesen. Vieles kam mir auch sehr bekannt vor, so, als wären Forumsbeiträge zusammengefasst worden. Und mit noch mehr bin ich einfach nicht konform mit ihr. Ich hab meinen Hund als Welpen bekommen, bei einigem im Buch musste ich den Kopf schütteln, Kiste!, buäh. Heimkommen ist noch so ein Thema, hilfe, wenn mein Hund mich nicht begrüßen würde, hätt ich Angst, er wär krank oder sonstiges.
    Alles in allem: für Hundeerfahrene Menschen nett, Neuhundehalter können mit und ohne Buch genug Fehler machen. Vielleicht auch die gleichen.


    So, und nun bitte die Prügel :D.

  • Jetzt bin ich ja noch neugieriger, Tanja vergiss ja nicht mir das Buch am Mittwoch mitzubringen!!!! :thumbsup:

    Liebe Grüße
    Linda und Spunky


    *Mit einem kurzen Schweifwedeln kann ein Hund mehr Gefühl ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede. (Louis Armstrong)*